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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
Entstehung
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königliche Villa, eine aus der alten keltischen Burg her-vorgegangene fränkische Königsburg war.

Auch Karl d. G. hat mehrfach hier in Düren residirt,worauf die Nähe seiner Aachener Pfalz eingewirkt habenwird. Im Jahre 769 feierte er hierselbst Weihnachten.Karl d. G., welcher für den wechselnden Aufenthalt desHofes vielfach im Lande Pfalzen errichtete, wird auch aufdie weitere Ausgestaltung der Dürener Königsburg einenwesentlichen Einfluss ausgeübt haben. Dieselbe lag zwischenAltenteich, Steinweg und Bongard und war nach Polius mitThürmen, Warten, unterirdischen Gängen und Gewölben,mit Bollwerken und Hallen zu Gerichtssitzungen verse-hen. (Linde & de Bruyn S. 34 halten irrig die Stelle desZehnthofes für die Lage des königlichen Schlosses).

Der Steinweg, jedenfalls die erste gepflasterte Strasseim alten Düren, bildete die Auffahrt zur königlichen Burg,der Bongard den Baumgarten bis zum Höfchen, der zu-gehörigen Meierei. Der Pesch (pascuum) war eine Wei-denpesche, Weidenpflanzung. Die Burg war mit Wasserumgeben, worauf die Namen Weierstrasse u. Altenteich hin-deuten; die Gräben wurden gespeist durch die Kalle ausdem Teiche in der Nähe des alten Gymnasiums. Die An-lage des Teiches ist zweifellos in die fränkisch-karolingischeZeit, die Zeit der Frohndienste, zurückzuverweisen. So er-hob sich Düren in fränkisch-karolingischer Zeit als königlicheVilla, als Krön- und Kammergut. Für diese bäuerlichenMusterwirthschaften gab Karl d. G. die speziellsten Vor-schriften in dem capitulare de villis, welches sich nicht nurauf den landwirthschaffliehen Betrieb, sondern auch aufdie zur Deckung der täglichen Bedürfnisse bestimmten Ge-werbe und Handwerke bezog. Um die königliche Burgherum siedelte sich der ganze Tross an, der mit dem Hofevon Pfalz zu Pfalz zog, die Kriegsmannen, die Wirth-schaftsbeamten, Handwerker und Arbeiter, welche für dieleiblichen Bedürfnisse der Hofhaltung zu sorgen hatten.Sie alle gehörten zum Hofe, waren hofhörige Handwerker.Als das Düren zur Zeit Karls des Grossen haben wir unsdaher den mittleren Theil unserer Stadt, der von der-