damaliger Sitte zerstreut liegenden Ansiedelungen und Ge-höfte für das Christenthum zu gewinnen. Zusammenhän-gende Ortschaften gah es damals nur erst wenige, dieFranken wohnten zerstreut auf dem Lande umher, zuHundertschaften, Centenen vereinigt mit eigener Mal-, Ge-richts- und Opferstätte; der grössere Verwaltungsbezirkwar der Gau, dem ein Gau-Graf als königlicher Beamtervorstand.
Chlodwig vereinigte die gesammte fränkische Machtzu einem Reiche, welches jedoch infolge von Zerwürf-nissen innerhalb der königlichen Familie wieder zerfiel, bisdurch den Sieg bei Tetry 687 Pipin von Heristal, unterdem die letzten Reste des Heidenthums in hiesiger Gegendverschwanden, alleiniger maior clomus, erster Beamter,Hausmeier im fränkischen Reiche wurde; dasselbe Ueber-gewicht behauptete Karl Martell, so class dessen SohnPipin der Kleine sich 751 zu Soissons zum König erhebenlassen konnte. Schon im Anfange des Jahres 748 hattePipin in der ,,villa Duria" eine Versammlung (placitum)abgehalten. Die Synode fand statt pro ecclesiarum restau-ratione, causis pauperum vicluarumque et orphanorumcorrigenclis, iustitiisque faciendis. Zunächst handelte essich also um Wiederaufbau von Kirchen zur Zeit, wo derhl. Bonifatius so segensreich im Lande wirkte, Armen-,Wittwen- und Waisen- sowie um die Justizpflege, welch'letztere in Folge der schriftlichen Niederlegung der Volks-rechte einen erhöhten Aufschwung nahm, während bis Mittedes 5. Jahrhunderts das Recht ein nur ungeschriebenesgeblieben war.
Merkwürdig oft haben Pipin und seine Nachfolgerhier in Düren geweilt und Regierungsakte vollzogen. Am15. September 758 bestätigte König Pipin von Düren ausdie Besitzungen des Michaelsklosters auf der RheininselHohenaugia. 761 liess er die Grossen des Reiches in Dü-ren zur Reichsversammlung zusammenkommen, um überdas Wohl und die Besitzungen der Franken zu verhandeln.
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Erklärung für die häufige Residenz des fränkischen Hofes
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hier in Düren ist der Umstand, class Düren eben eine