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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
Entstehung
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beide Theile des Wortes Marcodurum keltischen Ursprungssind.

Die Bevölkerung der Marcusburg bestand nebenkeltischen Ueberresten häuptsächlich aus den Ubiern,welche den Römern ihre Aufnahme in die neuen Wohn-sitze verdankten. Daher ist es erklärlich, dass die Ubiergegen ihre eigenen Landsleute für die Römer zu denWaffen griffen. Die Niederlage der Ubier hier inDüren wird dann die Veranlassung zur Befestigung desOrtes und besseren Verbindung desselben mit den Nach-barstationen gegeben haben. Düren liegt im Knotenpunktedreier Römerstrassen, nämlich: 1. der von Aachen überGressenich, Düren, Korpcn, Köln führenden, 2. der vonJülich über Düren, Kelz, Zülpich, Belgika führenden, 3.der von Jülich über Düren nach Montjoie führenden Heer-Strasse. Aus dieser Lage im Mittelpunkt so wichtigerHeerstrassen lässt sich auf Befestigung des Ortes durchdie Römer und auf eine römische Militärstation in Dürenschliessen, so dass also zur keltisch-ubischen Bevölkerungnoch das römische Element in Gestalt römischer Militär-besatzung hinzugetreten sein wird.

Die letztgenannte Heerstrasse in den Ardennergauführt über Gey, in dessen Nähe im Jahre 1859 ein Denk-mal der Dea Arduinna, ein Matronenstein, gefunden wurde.Auch sonst sind in und um Düren herum häufig römischeAlterthümer gefunden worden. Zu Düren selbst fand sichein Grabstein mit folgender (in dem eingeklammerten Theilevom Herausgeber ergänzten) Inschrift:

D (iis) M (anibus)

P (ublio) Aelio

Aug (usti) Lib (erto) Hieraci

Seeundina Filia

Patri Pientissimo Fecit.

Kleinere Funde römischer Töpfe, Münzen und dergl.sind noch in neuerer Zeit häufig hier in Düren gemachtworden. Beim Bau der Prov.-Anstalten stiess man aufeinen- uralten Steinsarg. Wesentliche Funde wurden auchin der weiteren Umgebung unserer Stadt gemacht. Im