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Hennig's Commentar und Wörter-Buch zu allen Pharmacopöen : ein unentbehrliches Hülfsbuch für Ärzte und Apotheker sowie für Studirende der Medicin und Pharmacie zum richtigen Verständniss jeder Landes-Pharmacopöe
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Kaempferia — Kali aceticum.

berühmt durch seine weiten botanischen Reisen, geboren 1651, ge-storben 1716.

Kaempferia, ae, f ., Kämpferie (1. Cl. 1. 0. L. ; Scitaminea nat.F.).

Kaempferid, ein von Brandes aus der Galgantwurzel (Kaempferia

Oalanga L. od. Alpinia Gelanga Str.) dargestellter Körper, welcher einegelbliche, krystaliinisch blättrige, perlmutterglänzende, geruch- und ge-schmacklose Masse bildet.

Käsepappel, Malva vulgaris. — Kasesäure (acide casi-ique), einevon Proust aus gefaultem Kleber und Casein dargestellte Substanz.

Kafal, der arab. Name von Amyris Kafal Forsk .), von welchem Ge-wächse die Myrrhe gesammelt werden soll.

Kaliira, ae, f., Cairo, Hauptstadt von Mittelägypten.

Kajeputül, Oleum Cajeput, s. Cajaputus.

Kaiser« urzel, Radix Jmperatoriae.

Kakaobauiu, Theobroma Cacao. — Kakaobohne, Semen Cacao.

Kakndyl, ein von Berzelius im Alkarsin angenommenes ternäres Radikal. — Kakodylbroinitr ( Bromarsin ) entsteht durch Destilla-tion von Quet ksilbercblorid-Kakodyloxyd mit höchst concenlrirler Broin-wasserstoflsäure. — Kakodylchlorür, s. Chlorartin. — Kakodylcv-antir, s. Cyanarsin. — KaKodyllluorür entsteht durch Destillation vonQuecksilberchlorid -Kakodyloxyd mit sehr concenlr. Fluorwasserstoffsäure.

— Kakodyljodür (Jodarsin) entsteht durch Desliiiation von Kakodyl-oxyd mit conc. Jodwasserstoffsäure. — Kakodyloxyd - Alkarsin. ■—Kakodvls'aure (Alkargen) erhält mau durch Oxydatioft des Kakodyloxydvermittelst Quecksilberoxyd. — Kakodvlselenür entsteht nach Bun-sen durch 2- bis 3malige Destillation des (hlorkakodyl mit einer wäs-serigen Auflösung von Selennatrium. — Kakodyistllfid stellt man amleichtesten dar durch directe Verbindung des Kakodylsulfürs mitSchwefel. — [Kakodylsulfuret (Kakodylsvlfür) entsteht durch Destil-lation von Kakodylchlorür mit einer Auflösung von Baryumsulfbydrat.

Kakothelin ( Casot/ieline ), nach Laurent das bei der Behandlungvon Brucin mit Salpetersäure ungelöst zurückbleibende Product.

Kalbfussnurzel. Rad■ Ari.

Kali, indecl., aas Kali, vegetabilisches od. Pflanzenlaugensalz, wel-ches seiner Natur nach ein Metalloxyd ist (nämlich die Verbindung desKaliums oder Kalimetalls mit Sauerstoff) und zur Reihe der feuerbestän-digen Alkalien gehört. (Die gewöhnliche Ableitung dieses Wortes ist v.Arab. al-Kali, einer, viel sogenannte Pottasche liefernden Pflanze; sehrwahrscheinlich bekam diese indess, wie unsere Salsola Kali u. S. Soda,ihren Namen von Kali, das offenbar ursprünglich hebräischen Ursprungsist, und zwar von Kulah, Arab. Kalaja, rösten, herkommt. In der hei-ligen Schrift bedeutet Kali geröstetes Getreide.)

Kali aceticum. essigsaures Kali ( Terra foliata Tarlari, geblätterteWeinsteinerde, Acetas kalicus). Wird nach der Ph. Bor. durch Sätti-gung vpn 6 Unzen reinen kohlens. Kali mit 16 Unz. (od. so viel nölhig)concentr. Essig und Abdampfen der Flüssigkeit bis zur Trockne bereitet.

— Die Verbindung von Pottasche mit Weinessig war schon Plinius imersten Jahrhundert bekannt. Im trocknen Zustande wurde es zuerst im13. Jahrhundert von R. Lull beschrieben. Es muss sich als ein reinweisses, an der Luft zerfliessliches krvstallinisclies Salz von erwärmend,gelmd salzigem Geschmacke darstellen. Prüfung: Lackmuspapier ver-fällt: die gehörige Neutralität. Auflöslichkeit in 4 Th. Alkohol verrälh: