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BacCae Juniperi — Baccae Sanibuci.
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Baccae Juniperi, Wachholderbeeren, Kaddigbeeren, v. Junipe-rus communis (22. Cl. 12. 0. [Dioecia Monadelphia] L.; Coniferae,Trib. Cupressineae). (Abbild, s. Winkler Taf. 228. Juniperus Linn.,Wachholder. Zwei- oder [selten] einhäusig. — Männliche Kätzchenklein, achsel- oder endständig; Schuppen wirtelig-ziegeldachig, halb-schildförmig, jede mit 4—6 Staubbeuteln. — Weibliche Kätzchen ach-selständig, mit wenigen verwachsenen, fleischigen , einblüthigen Schup-pen, welche am Grunde von einigen keine Bliithen tragenden Schuppenhüllartig umgeben werden. Zapfen beerenartig [Beerenzapfen, Galbu*his~\ mit einem bis drei Nüsschen. — Juniperus communis Linn, Gemeineroder ehcter Wachholder. Zweihäusig; Biälter zu 3, wagrecht-abste-hend, stechend-spitzig, länger als die Beerenzapfen .) — Der gewöhn-lich 3—6 Fuss hohe Strauch blüht im April u. Mai, cultiyirt und in war-mem Ländern erreicht er eine Höhe von 15—20 Fuss und eine Dick6von ^—1 Fuss. Er kommt an sandigen Stellen, in Bergwäldern, auf Ber-gen, Hügeln u. Triften durch ganz Deutschland vor. Die Beeren reifenerst im Herbste des folgenden Jahres und verdanken ihre Wirksamkeitdem in ihnen befindlichen äther. Oele, welches in zehn, unmittelbar aufdem Kerne liegenden Bläschen enthalten ist u. wovon 1—2 Loth aus10—12 Pfd. Beeren durch die Destillation mit Wasser erhalten wird. DieBeeren enthalten in 1000 Th. (nach Trommsdorff) 129Th. Wasser, 10 Th.äther. Oel, 40 Th. Wachs, 100 Th. Harz, 338 Th. Zucker, mit essigsauremu. äpfelsaurem Kalke, 70 Th. Schleim od. Gummi mit Pflanzensalzen,350 Th. Holzfaser. (Nach Asch off sollen die Wachholderbeeren auchAmeisensäure enthalten.) Die blassen, durch das Trocknen sehr zusam-mengeschrumpften Beeren sind auszuscheiden.
Baccae Myrtillorum, Heidelbeeren, Blaubeeren, Bickbeeren, v.Vaccinium Myrtillus (8. Gl. 1. O. \OctandriaMonogynia\ L.; Ericae Juss.,Vaccinieae DeC. nat. F.). Der kleine perennirende Strauch wächst inWäldern Deutschlands, Frankreichs u. Englands u. s. w. sehr häufig, blühtim Mai und Juni u. die Beeren reifen im Juli. Sie enthalten viel farbi-gen Extiactivstoff, ausserdem Citronen- u. Aepfelsäure. Die Kerne sindölhaltig.
Baccae Rubi Idaei, Himbeeren, v. Rubus Idaeus L., gemeineHimbeere (12.Cl. 5.Ordn. [Icosandria Polygynia]L.; Rosaceae-Dryadeae n.Fam.). (Abbild, v. Winkler Taf. 64. Rubus Linn. Brom- u. Himbeer-strauch. Kelch Stheilig, ohne Deckblättchen. Blumenblätter 5. Staub-gefässe u. Pistille zahlreich. Griffel fast endständig, abfallend. Stein-früchtchen zahlreich, zu einer falschen Beere gehäuft und verwachsen,von dem saftlosen, kegelförmigen Fruchtboden gemeinschaftlich abfal-lend. — Rubus Idaeus L. Echter Himbeerstrauch. Stengel stielrund,schwach bereift, mit feinen Stacheln besetzt; Blätter unterseits weiss-filzig, an den jungen noch unfruchtbaren Trieben 5—1 zählig-fieder-schnittig, an den zweijährigen fruchtbaren Zzählig-geschnitten; Blüthen-stiele doldentraubig, filzig; Blumenblätter fast keilförmig, aufrecht, hin-fällig). Ein in Gebüschen u. Wäldern v. Europa u. Nordasien gemeinerStrauch, mit weit unter dem Boden hinkriechender Wurzel. Die zusam-mengesetzte rothe Beere besteht aus vielen, auf einem glatten, kegelf.Fruchtboden befestigten kleinen länglichen Samen, deren jeder mit ei-nem weichen saftigen Marke umgeben* Als Arznei sind die wildwach-senden Früchte anzuwenden.
Baccae Sambuci, Fliederbeeren, v. Sambucus nigra L., der gemeine