Kamfer.
die Kläffe hinreichend geschwächt, die vermehrteErregung {uicitatio') abgespannt hat, und nun derKörper entweder durch die Natur z.u vermehrterHautausdünstnng geneigt gemacht wird, oder dieKurist daraüf hinarbeiten mufs, den Krankheits-st /}' durch' die Haut auszuwerfen. Die Zufällesind meistens schon gelinder, der Puls Meiner,weich und langsamer, die Haut mit einem feinenDunst überzogen. Oder der J'uls int klein, weichnnd zitternd geschwinde, die Haut trocken, bren-nend und runzlicht, der Hopf des Kranken ein-g-nommen.1 die Augen aulgetrieben, die Betäu-bung, Scl.»iierzen, Verwirrungen beträchtlich. Inbeiden Fällen kann man Kamfer anwenden, denmm doch im ersten Fall in kleineren Gabenreicht, als im zweiten. Auch verbindet man dortgerne Salpeter und Spief^glanzmittel mit demsel-ben, besonders den Spieisg/arizkalk. Die Gabedes Kamfers ist hier täglich, wie Seile will, ei-nige Grane. Ich lasse gewöhnlich einige UnzenMandelmilch machen und löse so viel Gran Kam 4fer auf, als es Unzen Milch sind. Der Kamtersoll hier blofs die langsamere Wirkung der andernMittel beschleunigen, ihnen die Direktion nachder llaut geben, auf die feinern Gefäfse wirken,auf das ganze Nervensystem einen schnellen,flüchtigen, doch nicht bleibenden Reiz machen. —Mischt sich Galle mit ins Spiel, oder nimmt dieKrankheit einen gewissen bösartigen, nervösenCharakter an , der sich durch die wertigere Er-leichterung äuf Hlutju leertingen, durch angegrif-fenes Gehirn, veränderlichen iibeln Puls etc. zuerkennen ä,iebt: so kann man gröLere GabenKamfer nehmen lassen; Ich lasse dann auJi den
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