Digitalis purpurea.
Katalog der verschiedenen Formeln entwerfen:gondern statt aller nur die Vos'ierische Mischunganführen, weil sie wirksam ist. Sie besteht ausVeilchen- und Päonienwurzel, Siifsholz, Schwe-felblumen, Magnesie und Safran,
Digitalis purpurea L. Rother Fingerhut.Schwulstkraur.
Diese Pflanze findet sich nicht selten auf denhöhern Bergen des ganzen südlichen Europa, auchin Deutschland an schattichten Orten, in Wäl-dern, auf hohen Bergen, z. B. dem Inselsberge,dem Westerwalde u. a. m.; oft wird sie in Gär-ten kultivirt; dann ist sie gröfser, saftreicher,aber auch unwirksamer , als die wilde, zumaldie auf Bergen und offenen Gegenden wachsende.Sie macht ein prachtvolles, zwei bis vier Schuhhohes Gewächs, Die rothen rachenförmigen Blu-men sitzen rings um den geraden Stengel, undbilden eine Art von Busch. ;Die Blätter sind et-was gelb, ähnpln übrigens den Blättern der Nes-sel; nur dafs sie nicht brennend, obgleich rauhsind. Diese Blätter sind das, was man in derMedicin braucht; sie haben keinen Geruch, abereinen unangenehmen, bitterlichscharfen, kratzen-den Geschmack, In grofsen Gaben erfolgt daraufBrennen im Halse, Würgen, Schwindel, Verdun-kelung des Gesichtes, Angst und Erbrechen; so-gar noch in kleinen Gaben bleibt diese Pflanzeein selir heftiges narkotisches Reizmittel, welches
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