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2 (1914)
Entstehung
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446
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Kautschuk.

Unter „Faktis" versteht man im allgemeinen Massen, dieeine helle bis braune Farbe besitzen, elastisch oder krümmeligsind und durch Behandlung von Pflanzenölen mit Schwefel oderSchwefelchlorür erhalten werden. Diese Stoffe wirken ziemlichheftig auf die Öle ein, wobei Produkte mit neuen Eigenschaftenentstehen. Meist wird Rüböl zu ihrer Bereitung benützt.

Da die Reaktion ziemlich heftig ist, werden am besten nichtmehr als 30 kg öl auf einmal verarbeitet. Man bringt es in einnicht zu tiefes Gefäß aus emailliertem Eisen und setzt 17% Chlor-schwefel unter anhaltendem Umrühren zu. Unmittelbar nachdem Vermengen bleibt die Masse ganz ruhig. Erst nach und nachbeginnt die Einwirkung, wobei das öl dunkler und undurchsichtigwird. Gleichzeitig wird Wärme frei und sie veranlaßt, daß dieReaktion nun rascher von statten geht. Die Masse stößt Dämpfevon Salzsäure, schwefeliger Säure und Wasserdämpfe aus, dannwird das öl dicklich und erstarrt schließlich ganz. Die Massewird dann zerkleinert und die Stücke kommen auf ein Walzen-paar und hier wird, bei immer enger gestellten Walzen, die Zer-kleinerung solange fortgesetzt, bis keine unzerquetschten Stückemehr wahrzunehmen sind. Dann wird der noch warme Faktisin sehr dünnen Lagen auf Hürden ausgebreitet und erst dannverwendet, bis sich der saure Geruch verloren hat.

Die Mischungen von Kautschuk mit den Zusätzen sind höchstverschieden, sie werden noch weiter dadurch kompliziert, daßman auch verschiedene Kautschuksorten gleichzeitig verarbeitet.So teilen Heil und Esch (Handbuch der Gummiwarenfabrikation)die folgenden Mischungen zur Herstellung von Gummibällen undGummipuppen mit:

a) Bälle.

Mozambiquegummi......50 Teile

Massaigummi ........ 50

Schwefel .......... 12

Zinkweiß .......... 120

Kreide............ 150

Pech............ 3

b) Puppen.

Kolumbiagummi....... 60 Teile

Schwefel . . . ......... 14 ,

Ceoragummi......... 40 ,,

Zinkweiß........... 100 „

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