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2 (1914)
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d) Formaldehydgerbung.

Der Formaldehyd besitzt die Eigenschaft, härtend auf Protein-stoffe zu wirken, und darauf beruht auch seine Anwendung inder Gerberei. Er leistet nach Eitner bei Ledern, die eine gewisseSteifheit, ja sogar Härte haben sollen, also besonders bei Sohl-ledern gute Dienste. Die Blößen werden in Sauerbrühen vor-gegerbt und angeschwellt, worauf die Schwellung im Narben mitFormaldhyd fixiert wird. Man könnte auch die Blößen mit Lohe

Abb. 80. Htizb u res Walzfaß.

anfärben und dann mit mineralischen oder organischen Säurenunter Formalinzusatz anschwellen und die Schwellung durchFormalinzusatz zugleich fixieren. Doch ist dieser Vorgang des-halb nicht empfehlenswert, weil die härtende Wirkung des Formal-dehyds der schwellenden Wirkung der Säure entgegenwirkt.

Der Formaldehyd hat ferner auch in der Gerberei bei demSchnellgerbeverfahren Anwendung gefunden, weil er die Aufnahmeder Gerbstoffe durch das Hautgewebe erleichtert. Wird dieBlöße nur mit Formaldehyd, also ohne Alkali behandelt, so ent-steht kein eigentliches Leder, weil die Haut nicht unlöslich wird

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