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2 (1914)
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361
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Vegetabilische Gerbung.

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Im Inneren der Trommel sind an dem Faßmantel je nachder Breite der Trommel mehrere Reihen Zapfen, 8 bis 12, ausHartholz in den Dauben eingesetzt. Diese Zapfen sind kreuz-weise zueinander versetzt und dienen dazu, die Häute nachMöglichkeit in Bewegung zu erhalten. In manchen Gerbfässernsind diese Zapfen bloß lose eingesetzt, in anderen sind sie durchwellenförmige Einlagen ersetzt, sie sind dann also ähnlich wiedie Waschmaschinen eingerichtet.

Die Fässer werden entweder für einseitige Drehrichtung odermit automatischer Umsteuerung für Rechts- und Linksgang

eingerichtet.Diese Umsteu-erung kann inbeliebigen Zeit-abschnitten voneiner halben bis15 Minuten er-folgen. Der Me-chanismus wirdvon einer mitdem Lagerzapfen

verbundenenSchnecke und

einemSchneckenradeangetrieben.

Die Um-drehungszahl desGerbfasses hängt

von der Größe seines Durchmessers ab und beträgt etwa 6 bis10 Touren in der Minute. Das Faß soll so laufen, daß die Häutebeim Herumdrehen genau von der höchsten Stelle des Fassesherabfallen. Läuft es zu schnell, so reißt es die Häute mit undsie laufen mit dem Faßmantel herum, läuft es dagegen zu lang-sam, so steigen die Häute nicht genug in die Höhe. In beidenFällen wird der Zweck des Rotierens nicht erreicht und deshalbist der richtige Gang des Fasses ungemein wichtig.

Häufig werden am Gerbfasse noch verschiedene Vorrich-tungen angebracht, z. B. ein Ablaßhahn zum Entleeren der Brühenoder ein Lufthahn zum Entweichen der verdrängten Luft oder

Abb. 79. Drehfaß, nach J. Krause, Altena-Ottensen.

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