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2 (1914)
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Das Glyzerin.

überhitzter Dampf von 2ÜÜ bis 300" eingeleitet wird. Die Glyzerin-dämpfe treten durch das Rohr B in die Kühlvorlage C, die ähnlichwie die Kolonne eines Rektifizierapparates für Alkohol gebautist. Sie ist mit einer Heizvorrichtung D versehen, um die Tem-peratur auf etwa 80° zu erhalten, damit das noch im konden-sierten Glyzerine enthaltene Wasser verdampft. Die Dämpfesteigen durch eine Anzahl Etagen E, die über C angeordnet undmit Stutzen F, die dem Dampfe den Durchtritt ermöglichen,Glocken G und Überlaufrohren H ausgestattet sind, wobei siedie sich in den einzelnen Etagen ansammelnde glyzerinhaltigcFlüssigkeit durchströmen müssen, während diese von oben nachunten durch die Überlaufrohre von einer Etage in die andereläuft. Auf diesem Wege kommt die Flüssigkeit immer wiedermit den einströmenden heißen Dämpfen in Berührung, wobeisie sich um so mehr mit Glyzerin anreichert, je mehr sie sich Cnähert. Schließlich gelangen die bis dahin noch nicht konden-sierten Dämpfe in die Kühlvorrichtung J, die mit Wasser derartgekühlt wird, daß nur wenig Wasser, dafür aber das Glyzerinvollständig kondensiert wird und in die Etagen E zurückgelangt.Um die Kondensation des Glyzerins vollständig zu machen,verwendet man noch eine Kondensationsvorrichtung K, aus derdurch L das Kondensat ebenfalls nach E gelangt. Die nun vomGlyzerin befreiten Dämpfe werden schließlich in M vollständigverdichtet. Das fast aus reinem Wasser bestehende Kondensatgelangt durch die Probiervorrichtung N in die Sammelgefäße 0,an die eine kräftige Luftpumpe angeschlossen ist. Das mittelsder Probiervorrichtung entnommene Wasser darf höchstens 1° Bespindein, eine höhere Konzentration würde darauf hinweisen,daß die Kondensation nicht richtig arbeitet und größere Mengenin verdichtetes Glyzerin übergehen.

Außer dem destillierten Glyzerin kommen auch raffinierteSorten in den Handel, die nur durch Knochenkohle entfärbtsind. Man verdünnt sie zu diesem Zwecke auf rund 50% undläßt sie eine Filterbatterie passieren. Als Filtermasse verwendetman Knochenkohle, die nicht nur die färbenden, sondern auch dieriechenden Substanzen an sich nimmt. Weil aber das Glyzerinein sehr großes Lösungsvermögen für Kalksalze besitzt, so wirdes durch das Filtrieren zwar farblos und glänzend, doch enthältes nun Kalksalze und muß entkalkt werden. Dies geschiehtderart, daß man den gelösten Kalk in eine unlösliche Verbindungüberführt, die durch Filtration entfernt wird. Man bringt zu

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