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2 (1914)
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Fette und Öle.

An gehärteten Fetten sind außer den Kerzen- und Seifen-fabriken die Margarine- und Speisefettfabriken insofern interessiert,als ein Bedarf an höher schmelzenden Produkten besonders inder Sommerzeit vorliegt. Nach Mitsumaru Tsujimoto ist derunangenehme Geruch der Trane, abgesehen von Fremdsubstanzen,auf die Clupanodonsäure, eine Säure vom Typus C n H in — a 0 2 ,zurückzuführen. In der Tat gelingt es, bei der Reduktion vonTranen geruchfreie Fette zu erhalten, die in nichts mehr an Traneerinnern. In der Hauptsache werden in Emmerich Trane gehärtet.Als ein halbgehärtetes Produkt kommt das „Krutolin" in denHandel, das sich als Ersatz für Baumwollsamenöl in der Seifen-industrie eingeführt hat. Weitere Produkte sind ,,Talgol" und„Talgol extra" vom Schmelzpunkt 35 bis 37° C bzw. 42 bis 45 u C.Bei noch weiterer Härtung entstehen Produkte, die unter demNamen „Candelite" und „Candelite extra" mit Schmelzpunktenvon 48 bis 50° C bzw. 50 bis 52° C gehandelt werden. Diese neueVerwendung von Tranen hat zu einer ganz gewaltigen Preis-steigerung der Trane in letzter Zeit geführt. Es ist zu hoffen, daßein Ausgleich wieder stattfindet, da sonst befürchtet werden muß,daß die hohen Tranpreise die gehärteten Fette derart verteuern,daß sie gegenüber Talg nicht konkurrenzfähig bleiben können.Die Einführung dieser Produkte in die Seifenindustrie machtezuerst Schwierigkeiten, da ihnen im Anfangsstadium der Fabri-kation, vermutlich infolge von Überhitzung, ein brenzlicherGeruch anhaftete. Die Produkte, die Auerbach in Händen hatte,können ebenso wie die daraus hergestellten Seifen als durchauseinwandfrei bezeichnet werden. In der Herstellung kompoun-dierter Schmieröle sollen die gehärteten Trane Talg allerdingsnicht voll ersetzen können. Viel umstritten ist die Frage, obdiese Produkte auch in die Speisefettindustrie Eingang findendürfen. Gegenüber der Auffassung, daß keine Fette zur Ver-wendung kommen dürfen, bei denen nicht auch das Ausgangs-material in geschmacklicher Beziehung als einwandfrei bezeichnetwerden kann, ist zu bemerken, daß sich zu Reduktionen nurTrane allerbester Qualität eignen, so daß von vornherein dieReinheit des Ausgangsmaterials gewährleistet ist. Zu berück-sichtigen wäre ferner, daß die gehärteten Fette mit dem Ausgangs-material nichts mehr gemein haben. Es handelt sich um ganzneue Produkte, und nach Auerbachs Meinung dürfte einVerbot in der Speisefettindustrie, sofern die Fette nur physio-logisch einwandfrei sind, nicht berechtigt sein. Der in den

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