Halogenderivate.
Lösung, die in 500 cm 3 etwa 120 g Natriumazetat und 160 g Natrium-chlorat enthält, bei 20 bis 30° mit etwa 20 bis 30 Ampere auf1 dm- Anodenfläche elektrolysiert.
Nach dem D. R.-P. der Badischen Anilin- und Sodafabrikläßt sich Ameisensäure unmittelbar in Formaldehyd überführen,wenn man sie in Dampfform im Gemisch mit Wasserstoff beihöheren Temperaturen über gewisse Metalle, wie Eisen, Nickel,Zink, Zinn, Blei, Silber u. dgl. leitet. Bei höherer Temperaturlassen sich an Stelle der Metalle auch andere Körper, wie Glas-wolle oder Glasperlen, Bimsstein, Kochsalz usf. benutzen.
Verdampft man wässerige Formaldehydlösungen, so hinter-bleibt eine weiße, amorphe, in Wasser unlösliche Masse als Rück-stand, der Paraformaldehyd, ein Polymerisationsprodukt, dasbeim Austrocknen in Trioxymethylen (HCHO) 3 übergeht. DiesesProdukt wird zu Desinfektionszwecken verwendet, indem manPastillen auf heißem Blech erhitzt. Es verflüchtigt sich bei 180bis 200° und zerfällt dabei wieder in Formaldehyd, der seinerleichten Flüchtigkeit wegen ein ausgezeichnetes Desinfektions-mittel bildet und sehr häufig angewendet wird.
Ein Verfahren zur Darstellung von Formaldehyd, und zwarbesonders von Paraformaldehyd (D. R.-P. Nr. 183.856) beruhtdarauf, daß sich ameisensaures Zinn schon bei mäßiger Erwärmung,etwa bei 180°, in Oxyd oder Oxydul, Formaldehyd und Kohlen-säure zersetzt. Statt ameisensaures Zinn zu benützen, kannman auch Ameisensäuredampf über mäßig erhitztes Zinnoxydoder Zinnoxydul leiten, wobei sich ameisensaures Zinn vorüber-gehend bildet, das sich dann gleich weiter zersetzt. Dabei entstehtnur wenig gasförmiges Formaldehyd, doch viel Paraformaldehyd,der sich leicht durch Sublimation isolieren läßt. Geringe Mengengasförmiger Formaldehyd werden in geeigneten Lösungsmittelnfestgehalten. Bei stärkerer Abkühlung der entstehenden flüchtigenProdukte bildet sich eine beträchtliche Menge Ameisensäure-methylester in flüssigem Zustande. Er wird entweder als solcherbenutzt oder in Methylalkohol und Ameisensäure gespalten.{Emde.)
d) Halogenderivate.
In den Alkoholen kann die Hydroxylgruppe leicht gegen dieHalogene Chlor, Brom und Jod ausgetauscht werden, wobei dasHalogen die Stelle des Hydroxyls einnimmt:
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