Druckschrift 
2 (1914)
Entstehung
Seite
84
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Das Färben.

Zusatz von Natriumbisulfit zur Flotte, bis sie fast neutral reagiert,oder durch Verwendung von Natriumsulfhydrat an Stelle vonSchwefelnatrium nach der Vorschrift von Bayer & Co.

Mehrfarbige Effekte auf gemischter Faser lassen sich dadurcherzielen, daß nur die Baumwolle gefärbt wird, während dieanimalische Faser ungefärbt bleibt. Nach dem Verfahren derBadischen Anilin- und Sodafabrik bleibt beispielsweise Seidenahezu weiß, wenn die Flotte kalt oder lauwarm ist und mitDextrin versetzt wurde.

Das Ätzen von Schwefelfarben gelingt durch Aufdrucken vonAluminiumchlorat, Natriumchlorat und rotem Blutlaugensalz,worauf gedämpft wird, doch erzielt man kein reines Weiß. Dochgelingt dies durch Benützung von Zinkchlorid als Reservage, auchlassen sich durch Verwendung geeigneter Farbstoffe Bunteffekteerzielen.

Zum Drucken sind nur Schwefelfarben geeignet, die keinenungebundenen Schwefel enthalten, weil sonst die kupfernenDruckwalzen angegriffen werden. Solche für Druck geeigneteSchwefelfarbstoffe sind die Immedialfarben für Druck von Casella& Co., die Thiogenfarben D der Höchster Farbwerke und dieKyrogenfarben der Badischen Anilin- und Sodafabrik.

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