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Die Verarbeitung des Steinkohlenteeres.
offene und 5 cm über die Siebplatte reichende Überlaufrohr reichtbis in die Vertiefung der nächsten, tieferliegenden Scheidewand.Der Kohlenwasserstoffdampf gelangt zunächst durch b in dasÜberspritzgefäß a, wo übergespritzte Tropfen zurückbleiben, unddann in die tiefste Kammer der Kolonne. Durch Abgabe einesTeiles der Wärme des Dampfes an die Kolonnenwände verflüssigtsich hier ein kleiner Teil der Kohlenwasserstoffe mit höheremSiedepunkte. Der nicht kondensierte Dampf strömt durch dieLöcher der nächsten, höher liegenden Scheidewand in die zweiteKammer. Die Weite der Löcher ist so gewählt, daß der durch-strömende Dampf die in der zweiten Kammer verdichtete Flüssig-keit am Zurückfließen hindert. Sie erfüllt bald die Vertiefungder Scheidewand und sperrt so die untere Mündung des Überlauf-rohres gegen oben hin ab. Ist die Höhe der Flüssigkeitsschichteüber 5 cm angewachsen, so fließt sie durch das Überlautrohr indie tief erliegende Kammer und von da in die Blase zurück; dergleiche Vorgang wiederholt sich in allen anderen Abteilungender Kolonne. Wenn die Destillation in vollem Gange ist, so passiertder Dampf nacheinander durch die Sieblöcher die Flüssigkeits-schichten in den einzelnen Abteilungen und steigt so, seine leichterkondensierbaren Anteile als Flüssigkeit zurücklassend, stufen-weise bis in die höchste Kammer, von hier gelangt er durch einRohr in den ersten Kühlapparat C.
Die in C durch Verdichtung entstehende Flüssigkeit läßt manwieder in die Blase zurücklaufen, der Dampf dagegen gelangt inden zweiten Kondensator a, wird hier vollständig verflüssigt undfließt in die Vorlage. Die durch die Abbildung veranschaulichteAnlage ist so eingerichtet, daß zur Kühlung in C und a bloß einLuftstrom benützt wird, den der Ventilator F erzeugt und denKühlern durch die Schläuche H und / zuführt.
Der Luftstrom in den Kondensatoren C und a wird in derWeise geregelt, daß anfangs nur der flüchtigste Kohlenwasserstoffnach a gelangt und sich dort verdichtet, beispielsweise das Benzol.Nach einiger Zeit, wenn nur mehr sehr wenig Benzol in der Blaseund der Kolonne vorhanden ist, wird die Destillation nach undnach schwächer und hört endlich ganz auf, sie kommt aber neuer-dings in Gang, wenn man in C schwächer kühlt. Man fängt nuneine kleine, aus einem Gemenge des flüchtigsten und des nächst-weniger flüchtigen Kohlenwasserstoffes bestehende Fraktion, bei-spielsweise Benzol und Toluol, auf, worauf dann sehr bald derminder flüchtige Körper in reinerer Form destilliert als das Toluol.
B e r s c h, Technologie II.
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