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Die wichtigsten vegetabilischen Nahrungs- und Genussmittel : mit besonderer Berücksichtigung der mikroskopischen Untersuchung auf ihre Echtheit, ihre Verunreinigungen und Verfälschungen ; mit 271 Holzschnitten
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Weisser Zimmt.

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Chemisches Verhalten. Der Ceylon-Zimmt enthält durchschnittlich1% (Ausbeute nach Schimmel 4- Co. 0 - 51%) ätherisches Oel, welches grössten-theils aus den Abfällen bei Gewinnung der Kinde (aus den Chips, s. oben) aufCeylon erhalten wird. Der Aschengehalt eines guten Ceylon-Zimmts wurde mit3'94% (Sand in Spuren) ermittelt.

25. Weisser Zimmt, Canella-Rinde. Die von der Borkebefreite getrocknete Rinde von Canella alba Murray, einem imsüdlichen Florida und in Westindien einheimischen Baume aus derFamilie der Canellaceae. Sie kommt von den Bahama-Inseln inden Handel.

Harte und spröde, ebenbrüchige, röhren- und rinnenförmigeRindenstücke, an 2 Cm. oder mehr breit, 25 Mm. dick, an derOberseite blass röthlich oder gelblich, häufig mit zerstreuten rund-lichen weissen Grübchen, an der Unterseite weiss, fast eben, fein

längsstreifig, von zimmtähnlichemGerüche und scharf gewürzhaftemGeschmacke.

Querschnitt: Eine breite weisse,von gelben Punkten (Secretzellen) ge-sprenkelte , aussen von einem schmalengelblichen Streifen begrenzte Mittelrinde;die folgende Innenrinde mit dunkleren,glänzenden schlängeligen Baststrahlen,welche zu nach aussen zackenförmig vor-springenden , von feinen weissen Linienradial gestreiften Figuren vereinigt sind.

Bau. (Fig. 244 bis Fig. 247.)Die äusserste Gewebsschicht istein Steinparenchym (Fig. 245, pli)in mehreren (610) Lagen aus

Fig. 2U.

Ca nell a alba.Zwei Secretzellen mit Kalilangelirt. Im Inhalte Oeltropfen.

regelmässig radial (korkartig) ge-reihten, nicht im Verbände stehen-den polygonalen (meist 56seiti-gen), am Querschnitte vorwiegendvierseitigen dickwandigen, nachinnen zu bedeutend stärker ver-dickten Zellen (T = 3660, R = 30<x), deren unter Wasserhell citroncngelbe, stark verholzte und schön geschichtete Wandvon zum Theil weiten und verzweigten Porenkanälen durchsetzt,in der Fläche reich getüpfelt ist. Diese Schicht stellt ein Phellodermdar. Stellenweise den weissen Grübchen der Oberfläche ent-sprechend ist sie durch dünnwandiges unverholztes parenehy-matisches Gewebe unterbrochen oder das G ewebe hier herausgefallen.Die sehr breite Mittelrinde (Fig. 245, M) ist ein Paren-chym aus stumpf-polyedrischen, am Querschnitte tangential ge-streckten und gereihten dünnwandigen, farblosen, Stärkemehlführenden Elementen (R = 30, T = 60, L = 3045 \>) mit einge-streuten zahlreichen Krystallzeilen mit einer meist grobzackigen Kalk-oxalatdruse und zahlreichen grossen sphäroidalen, am Querschnittegewöhnlich tangential gestreckten elliptischen, gelb- und ziemlich

Vogl, Nahrungs- u. Gennssmittel.

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