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Die wichtigsten vegetabilischen Nahrungs- und Genussmittel : mit besonderer Berücksichtigung der mikroskopischen Untersuchung auf ihre Echtheit, ihre Verunreinigungen und Verfälschungen ; mit 271 Holzschnitten
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Zimmt.

Rindenstücke, an der Aussenfläehe ziemlich eben, gelb- oderzimmtbraun, an sorgfaltig gehaltenen Stücken mit hellerenLängsstreifen, oder rothbraun, stellenweise oder in grössererAusdehnung mit dünnem, graulichem oder weisslich-grauem Kork-überzug; bei minderer Waare einzelne Stücke gar nicht oder fastgar nicht vom Korke befreit, alsdann mehr grau oder grünlich-grau , häufig mit zerstreuten Flechtenapothekien, auf der Innen-fläche zimmtbraun bis dunkelbraun oder schwärzlich, fein längs-streifig.

Geruch schwach zimmtartig, Geschmack specifisch gewürz-haft, zugleich süsslich, schleimig und etwas herbe.

Uebrigens Geruch und Geschmack bei der gewöhnlichen Handelswaare fastvon Stück zu Stück verschieden. Ersterer überhaupt gering, nur beim Reibenoder Pulvern stärker hervortretend; der Geschmack bei manchen Stücken, zumalden dünnen, angenehm und fein specifisch zimmtartig und zugleich süsslich, beiden meisten gewöhnlich schwach gewürzhaft, hauptsächlich nur etwas zusammen-ziehend, an manchen auffallend schleimig.

Querschnitt der Rinde gelb- oder rothbraun, in den inneren Partien oftdunkelbraun, harzigglänzend, undeutlich oder fein radial gestreift. Nahezu in derMitte oder über diese hinaus gegen die Innenseite der Rinde ein heller gelblicher,an seinem äusseren Rande häufig deutlich in ziemlich regelmässigen Abständenknötchenförmig vorspringender, mit der Innenseite der Rinde gleichlaufender,mehr oder weniger scharf begrenzter Streifen (Steinzellenring, Sklereidenschicht).

Bau. 1. Aussenrinde, wo vorhanden, ein geschichtetesPeriderm, in den äusseren Partien aus gewöhnlichen dünnwandigenTafelzellen, weiterhin mit Schichten aus steinzellenartigen, starkverdickten Zellen (Steinkork) und aus seitlich und nach aussenstärker verdickten, in der gelblichen Membran dicht getüpfelten, amQuer- und Längenschnitte rechteckigen (T = 3045, L = 30,R = 15 [/.), in der Fläche polygonalen Elementen, in der Lagerungund im tangentialen Durchmesser den Peridermzellen entsprechendoder hie und da durch eine radiale Wand abgetheilt. Ihr InhaltLuft oder eine formlose gelb- oder rothbraune, in Kalilauge mitbraunrother Farbe sich lösende Pigment-(Phlobaphen-) Masse.

2. Mittelrinde, relativ stark entwickelt, stellenweise zumTheil durch Abschaben entfernt, ist ein Parenchym aus am Quer-schnitte tangential gestreckten (T = 3075, R=18;j.), häufigdurch radiale Wände abgetheilten, am Längenschnitte rundlich-polygonalen derb- und braun wandigen *) Zellen (ca. 1020 Reihen),welche neben gelb- oder rothbraunem Pigment Stärkemehl fuhren.

In diesem Grundgewebe finden sich einzelne oder nester-weise vereinigte Steinzellen und zerstreute Secretzellen.

In den rothbraunen Stücken sind Steinzellen im allgemeinen reichlicherwie in den gelbbraunen.

An der Innengrenze der Mittelrinde folgt die Steinzelle n-(Sklereiden-) Schicht, eine mehr oder weniger breite, fast

*) Die Membran der Parenchymzellen ist in der Droge gelbbraun, infolgeder Bildung von Zimmtroth als Oxydationsproduct des gerbstoffhaltigen Inhaltsder Zellen, welches beim Trocknen der frisch farblosen oder weissen Binde dieZellmembran infiltrirt.