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Die wichtigsten vegetabilischen Nahrungs- und Genussmittel : mit besonderer Berücksichtigung der mikroskopischen Untersuchung auf ihre Echtheit, ihre Verunreinigungen und Verfälschungen ; mit 271 Holzschnitten
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Vanille.

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Erlärung zu Fig. 213.

Yanill e.

1 Aeussere Epidermis in der Flächenansicht (Ep.) mit einer Spaltöffnung (sp.)' linkssubepidermales Parenehym (sEp.) und Grundparenehym des Pericarps (Par.) mit einemRaphidenschlaueh (Seh.). — 2 Querschnittspartie aus den innersten Theilen des Grundparenehyms (p) mit der subepidermalen Schicht a und der inneren papillöaen Epi-dermis (e). — 3 Stück eines Gefässbündels. — 4 Formen von Sklerenchymzellen aus

dem untersten Theüe der Frucht. 4 a Eine sklerotische Zelle mit Zellkern. __

5 Ein Same schwach vergrössert mit dem Sklereidencpithel in der Fläche.

Man sieht, wie die Verkorkung theilweise übergreift auf die Membran derdarunter liegenden axil gestreckten Zellen des Fruchtfleisches. In diesem ver-korkten, durch Safranin sich roth färbenden Gewebe kommen die Enden vonKaphidenschläuchen vor.

Am untersten Ende der Frucht, an der Sticlnarbe, geht dasGrundgewebe, indem es derbwandig wird und zahlreiche zer-streute und nesterweise gruppirte, mit reichlichen Spaltentüpfelnversehene sklerotische Elemente aufnimmt, zuletzt in ein geschlossenesSklerenchym über aus verschieden gestalteten (Fig. 113, 4), vor-wiegend polyedrischen, dickwandigen getüpfelten Elementen. Diedarin sich findenden Gefässbündel mit engen Gefässen sind vondickwandigen Bastzellen begleitet. Auch reichlich Eaphidcnschläuchekommen hier vor.

In den Placenten bilden grosse, tangential gestreckte (bis480u. lang bei 60 jj. Breite), dünnwandige, fast die ganze Breiteder Placenta einnehmende Parenchymzellen die Hauptsache; siesind flankirt von kleineren, etwas radial gestreckten Zellen unddiese bedeckt von einer undeutlichen Gewebsschicht aus collabirtenzartwandigen, langgestreckten, verschleimten Elementen. Einesolche bildet auch den Abschluss des Mesocarps gegen die Frucht-höhle zwischen den Samenträgern und überhaupt dort, wo ander inneren Fruchtwand keine Papillenepidermis liegt.

Die Auskleidung der Fruchthöhle ist nach der Oertlichkeit verschieden.Die Zwischenräume zwischen den Samenträgern, den Ecken der Frucht (amQuerschnitte) oder der Mediane des Fruchtblattes entsprechend, haben einePapillenepidermis, den übrigen Partien, also den Stellen um die Samenträgeffehlt diese Epidermis. Am Läjigenschnitte findet sieh hier das Mesocarpparenchymabgeschlossen oder bedeckt von einem breiten farblosen, längsstreifigen, mit Chlor-zinkjod sieh blau färbenden Saume aus einer verschleimten collabirten Gewebs-schicht, deren langgestreckte, dünnwandige, fadenförmige Elemente wenigstenszum Theil dem leitenden Gewebe angehören.

Die höchstens 0"2 Mm. grossen, breit-eiförmigen oder eirunden,je nach dem Grade der Reife gelben oder orangebraunen bisschwarzrothbraunen oder schwarzen, zum guten Theile wenig ent-wickelten, geschrumpften Samen (Fig. 113, 5) zeigen meist deut-lich nur die Gewebsschichten ihrer Testa, besonders der äusserstenderselben, welche eine sehr zierlich gebaute Steinepidermis ist ausin der Fläche polygonalen, relativ grossen und in der mittlerenRegion des Samens etwas gestreckten braunwandigen, stark undeigenthümlich verdickten Elementen, indem deren Innenwand dünn,die Aussenwand stark und gleichmässig, die Scitenwände aberungleichmässig, ringförmig verdickt sind und am verticalen Durch-schnitte polsterförmig in's Lumen vorspringen.