Majoran.
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Bau des Blattes dorsiventral mit zweireihiger schlankzelliger Palis-sadenschicht; Oberhaut beiderseits mit Spalten. Unterseite dicht besetzt mit kurzenund längeren (24—60 [J.) kegelförmigen, 1—2zelligen, derb- bis dickwandigen,an der Oberfläche warzigen Haaren. Dazwischen beiderseits kleine Köpfchen-haare und 75 —120 a im Durchmesser betragende blasige Hautdrüsen.
Man pflegt im Handel deutsehen und französischen Thymian zu unter-scheiden. Letzterer ist reicher an ätherischem Oel. Deutscher Thymian gibt frisch03—0-4, getrocknet 1'7% ätherisches Oel, französischer Thymian frisch 09,getrocknet 2'5—2'6%.*) Der Aschengehalt wurde mit (r75% (unlöslich 0'42) er-mittelt. Die Blätter allein gaben 8'8, die Stengel 6'357 0 Äsche.
Der bei uns wild vorkommende Quendel (Thymus Serpyllum L.) unter-scheidet sich leicht vom Thymian durch die gegen den Grund zu lang gewim-perten, bald rundlich-eiförmigen, eirunden oder verkehrt-eiförmigen, kahlen oderspärlich behaarten, bald länglich-linealen, kahlen oder spärlich behaarten, baldendlich grauzottigen, breiteren oder schmäleren Blätter.
3. Saturej-Kraut, das blühende Kraut von Satureja hor-tensis L., einer einjährigen, auf sonnigen Hügeln in Süd-Europaund in Kleinasien einheimischen, hei uns häutig in Gärten an-gebauten Pflanze aus der Familie der Labiaten, meist in getrock-netem Zustande.
Her buschig-ästige, kurz-rauhhaarige Stengel trägt bis 3 Cm.lange, lineal-lanzettliche oder länglich-lincale, in den kurzen Stiel
verschmälerte, beiderseits drüsig-punktirte, mit spärlichenkrümmten Haaren besetzte, ganzrandige, am Rande fein
o- e _
gewim-
perte und schärfliche, getrocknet eingerollte Blätter.
Die kleinen Blüten mit glockenförmigem, zebnnervigem,fünfspaltigem Kelche und weisser oder blassvioletter Blumenkronestehen zu 2—5 in den Blattwinkeln.
Geruch stark und angenehm aromatisch, Geschmack seharf-gewürzhaft.
Bau der Blätter centrisch; Blattquerschnitt 210— 240;j.. Epidermisbeiderseits aus buchtig-faltigen Zellen mit erhöhten Spaltöffnungen. Säbel- oderschnabelförmige, mehrzellige, glatte oder warzige, dickwandige Haare (90—3(50 o.lang, am Grande 45 y- breit), Köpfchenhaare mit kurzem cylindrischem Stiel undeirundem, 1—2zelligem Köpfchen (45 o- lang), kreiseiförmige, am Scheitel meisteingefallene, bis 120 [j. breite blasige Hautdrüsen, beide in trichterförmigen Ver-tiefungen der Oberfläche des Blattes. Am Blattrande kurze, schief-kegelige, spitz.',dickwandige Haare. Palissadenschicht einreihig, grosszellig, jene der Oberseiteaus längereu (90 ;j.), die der Unterseite aus kürzeren (60 u) Zellen. Diese besondersin der Palissadenschicht der Unterseite locker, die Zellen an den Seiten amQuerschnitte wellig-buchtig. Die Mitte des Blattquerschnittes nimmt cm lockeresParenchvm, resp. Schwammparenchym in 2—3 Lagen mit den Gefässbündeln ein.
Gartensaturej gibt 0T% ätherisches Oel (Schimmel & Comp., Bericht,Aprü 1897). Der Aschengehalt des Krautes wurde mit 97 (unlöslich O'l), derBlätter für sich mit 10'93°/ 0 (nnlöslich 0-36), der Stengel mit 6-51% (unlöslich0-29) ermittelt. Er darf jedenfalls 10% nicnt übersteigen.
4. Majoran, das getrocknete blühende Kraut von Majo-rana hortensis Moench (Origanum Majorana L.), einer immediterranen Afrika und mittleren Asien einheimischen, bei unshäutig als Küchengewürz eultivirtcn, im Juli und August blühen-den ausdauernden, zuweilen halbstrauchigen (Winter-Majoran)Labiate.
*) Schimmel <0 Co;»/)., Bericht. April 1S97.