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Mandelkaffee.
Milchsaftgefässe fehlen. Tracheen kurz- und langgüederig (30—3ÜU al.zum grossen Theil wurm- und zickzackförmig gekrümmt oder knorrig, 30—75 '>■weit, ziemlieh gleichmässig getüpfelt mit querovalen Tüpfeln (keingrob- und ungleiehmässiges Leistennetz).
Die Mohre oder gelbe Rübe (pag. 196) ,;: ) hat ähnliehe Korkzellen wiedie Cichorie (30—75 \i. lang, 20—30 ;j. breit) und sehr viel dünnwandiges Parenchym.Zellen (durch Maceration isolirt) isodiametrisch oder etwas gestreckt-sphäroidal,gerundet-mehrseitig, oft in Complexen zu 2, auch zu 3—4 neben- und in spindel-förmigen Gruppen übereinander, 45—120. selbst bis 135 fi lang, 30—45 p- breit,respective im Durchmesser aus der Mittelrinde ; dann sehr reichlich gestreckte,spindelförmige, dünn- und etwas derbwandige Zellen aus dem Phloem , einzelnoder noch zu mehreren im Zusammenhange (L = 120 bei 18—21 ;j. Breite). Mark-strahlzellen (im allgemeinen I! = 45—75, T = 21—30 \)-) und Holzparenchymzellen(bis 180 [J. lang bei 40—75 u Breite).
Siebröhren in ziemlieh reichen Strängen (Glieder 120—180 u. lang) mitCallasplatten, welche in der Seitenansicht deutliche Porenkanäle zeigen und mitHümatox y lin- Safranin nach Kalibeliandlung eine violette Farbe an-nehmen.
Gel'äs sc gestreckt oder wurmförniig gekrümmt, kurz- und langgüederig(45—300 |J.), enger und weiter (18—60 [a), einfach perforirt mit Netzleisten, fastdurchaus mit schmalen Tüpfeln mit Debergängen zu Treppen- und Spiralgefässen.Zwischen den weiten Tracheen auch, obwohl spärlicher, ganz enge abrollbareSpiral- und Ringgefässe (aus dem ältesten Theile des Heizkörpers).
Uebersicht.
A. Netzförmige Milchgefässe reichlich vorhanden, Cichorie.1>. Keine Milchgefässe.
a) Korkzellen in der Fläche vorwiegend 4seitig; 30 —75 u. lang.
Grob netzförmige Gefässe (meist 30—36 ;j. weit) mit sehr ungleichen,zum Theil sehr weiten Tüpfeln. Krystallsandschläuche. Callas der Sieb-platte nach Kalibehandlung mit Hämatoxylin-Safranin ungefärbt, mitAnilinblau blassblau. Zuckerrübe.
Netzgefässe fast durchaus mit engen, schmalen Tüpfeln mitdebergängen zu Treppen- und Spiralgefässen (18—60 [a weit). Sieb-platten mit deutlichen Porenkanälen, nach Kalibehandlung mit Häma-toxylin-Safranin der Callus violett. Keine Krystallsandzellen. Möhre.
b) Korkzellen klein (15— 30[a), in der Fläche polygonal. Parenclrymzellenbis 300 u.. Gefässe (30—75 u. weit) gleichmässig getüpfelt mit quer-ovalen Tüpfeln, Callusplatten nach Kalibehandlung mit Hämatoxylin-Safranin blau. Weissrübe.
Als Mandelkaffee kamen ursprünglich die gerösteten und ge-pulverten Wurzelknollen von Cyperus esculentus L. (einersüdeuropäischen Cyperacee) vor. .Später hat man unter dieser Be-zeichnung allerlei Gemenge von Kaffeesurrogaten, namentlich vonRüben- und Ciehorienkaffee verkauft.
Die Erdmandeln, die Wurzelknollen der genannten Cyperus-art, sind als Handelswaare eiförmig, länglich, tonnenförmig,gerade oder etwas gekrümmt, die meisten leicht zusammengedrücktoder fast cylindriseh, an einem Ende gewöhnlich etwas breiterund hier mit kreisrunder. strahlig-faltiger oder -runzeliger End-fläche, am anderen Ende etwas schmäler, mit kurz-kegelförmigem.in eine Narbenspitze zusammengezogenem Endgliede, quergegliedert
*) Mit Kalilauge färben sich Schnitte aus der Wurzel orangegelb, stollen-weise, besonders in den peripheren Schichten orangeroth; die Flüssigkeit istgoldgelb.