Rübenkaffee, Zuckerrübenmehl.
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liehe oder vierseitige Krvstalle). Diese Krystallsandschläuche(Fig. 170. I, III, YK) bis 300p- lang.
b) Siebröhren (II, sb.) in reichen Bündeln mit Geleitzellenund Cambiform, schlank-, zum Theil langgliederig (90—200 <j.) mitsehr hervortretenden callösen Siebplatten. Diese meist einfach,in der Fläche gewöhnlich stumpf-4seitig oder rundlich (circa 15 [/.breit), farblos. Einzelne Siebplatten mit 2—3 Siebtüpfeln. Anilin-blau färbt die Callusplatte blassblau, den Inhaltsschlauch derSiebröhre intensiver blau. Hie und da auch Callusmassen an denSeiten.
c) Ge fasse (VI, VII) sehr reichlieh, häufig in meist wurmför-mig gekrümmten Strängen aus engeren und weiteren Gelassen. IhreGlieder etwa 60—180 f/. lang;, 12—16, die meisten 30—36 [*. weit
(breit), die weiteren oft tonnenförmig, die
mehr kurz-
spindelförmig, alle einfach perforirt, meist grob-netzförmig ver-dickt mit sehr ungleichen, meist weiten, zum Theil aber auchmit engen, schmalen Tüpfeln (wie in der Gelbrübe).
d) Korkstücke mit in der Fläche meist 4seitigen, besondershäutig rhomboidalen, braunwandigen Tafelzellen von 30—66[iLänge und 30—36 p- Breite.
" Rübenkaffee wird wohl nicht für sich allein, sondern inGemengen, zumal mit Cichorienkaffee und zum Verfälschen vongemahlenem Kaffee verwendet. Oft findet man das sogenannteZuckerrübenmehl schon mit Cichorienkaffee gemischt.
Anmerkung. In der Rothrübe findet man regelmässig einzelne odergruppirte Parenchymzellen (der Mittel- und der Innenrinde, _ sowie des Holz-körpers) mit 5—8[i grossen, eirunden bis schmal-elliptischen, in Kahlauge gelbgefärbten Körnern oft dicht gefüllt. Bleu de nuit färbt sie prächtig blau. Siedürften sporen- oder hefeartige Gebilde sein. Die Siebröhren in den äusserenPartien des Phloems verwandeln sich zum Theile unter Resorption der Sieb-platten in lange, gegliederten Milchsaftgefässen gleichende Röhren (ganz ähnlichwie in Fig. 168 für die Löwenzahnwurzel dargestellt); ihre derbere Membran er-scheint in Kalilauge gelb und färbt sich gleich der Wand der Tracheen mit Naph-tylenblau sofort violett, mit Hämatoxylin-Safranin roth. Besonders schon sieht mandiese Elemente bei Zusatz von concentrirter Schwefelsäure, welche sie unter mäch-tigem Aufquellen der Zellmembran gleichmässig fleischröthlich färbt.
Die Tracheen der Rothrühe erreichen bis 120 ;x Weite (die meisten60—90 u. weit). In den meisten Gefässgliedern (nach Maceration in Wasser)finden sich einzelne oder gehäufte intensiv gelb gefärbte rundliche oder etwasstumpf kantige Ballen oder Schollen. Durch Erwärmen in Kalilauge werden sieunter Gelbfärbung der Tracheenmembran gelöst und treten bald im Gesichtsfeldeüberall gelbe, grob-krystallinisehe, in Essigsäure lösliche Aggregate auf
Die Weiss-(Wasser-)Rübe (pag. 198) hat weit kleinere (15—30p.), m derFläche polygonale Korkzellen, sehr viel grosszelliges, dünnwandiges Paren-elivm. vorzüglich aus der Mittelrinde und aus dem mächtigen fleischigen Holz-körper der Wurzel. Die durch Kochen in Kalilauge isolirten Zellen isodiametrisch"der etwas gestreckt: kugelig, elliptisch; reichlich gerundet-3- und mehrseitige,rhombische, trapezoidische, häufig mit verbogenen oder eingedruckten Seiten,weniger häufig gestreckte, 120—300 [i gross, respective lang. Zellmhalt fast voll-ständig gelöst.
Siebröhren in langen dichten Strängen; Glieder 120—150 \x lang, circa9 [J. breit mit rundlichen oder länglichen Callusplatten an den Enden, hie undda auch an den Seiten. Mit Hämatoxylin Safranin färben sie sich nach Kali-behandlung prachtvoll blau.