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Die wichtigsten vegetabilischen Nahrungs- und Genussmittel : mit besonderer Berücksichtigung der mikroskopischen Untersuchung auf ihre Echtheit, ihre Verunreinigungen und Verfälschungen ; mit 271 Holzschnitten
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Gewöhnliche Stärkemehlsorten.

strahlige Spalte und tindeutliclie Schichtung: sonst weder diese,noch ein Kern zu. sehen. Nicht eben selten Körner mit von einigenSchichten umgebenem Doppelkern (a) ; sehr vereinzelt kleine Zwillingeund Drillinge mit gleich grossen oder auffallend ungleich grossenTheilkörnern.

Kastanienstärke wird häufig als Rosskastanienstärke be-schrieben. Letztere dürfte aus den Samen des Rosskastanienbaumes,Aesculus Hippocastanum L. (Sapindaceae), kaum so rein zuerhalten sein, wie die Kastanienstärke.*) Sie hat (Fig. 120) ungefährebenso grosse und auch in der Form ähnliche Stärkekörner. Diegrössten erreichen 18—24;x Länge; bei den meisten liegt sie unterdiesen Werthen (6—9—12—15 [/.); die kleinsten sind kaum 1 u.gross. Vorwiegende Form ist die kurze Birnform oder Eiform inallen Grössen, daneben auch gerundet-3— öseitige nnd nieren-

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Rosskastanienstärke.

förmige Körner. An zahlreichen ein nabelartiger Vorsprung amRande, an vielen eine mehr oder weniger deutliche, excentrischeSchichtung und an allen, auch den kleinen Körnern ein relativgrosser, runder, excentrischer Kern, an den bim- und eiförmigenim breiteren Theüe des Kornes. Sehr vereinzelte kleine Zwillingeund Drillinge.

Als Unterschiede zwischen beiden Stärkesorten ergeben sichdemnach:

Bei der Kastanienstärke überwiegen gerundet-8—4seitigeKörner, meist ohne Kern und ohne Schichtung (höchstens miteiner peripheren Schichtungslinie) ; daneben häufig Haschen-, heil-,nieren- und herzförmige. In der Grösse viel ungleichmässiger.

*) Ich habe beide Stärkesorten im kleinen dargestellt; die Kastanienstärkeerhielt ich als blendend weisses, die Eosskastanienstärke als graulich weissesPulver.