Die Nervosität und das erste Schuljahr.
natürliche Triebe zwar nicht zu unterdrücken, aber doch zu zügeln undzu regeln, und dazu ist die Schule mit ihrer festen Ordnung vielleichtnoch besser im stände als das Haus. Dasselbe gilt von der dem Nerven-systeme so schädlichen und oft schon frühzeitig hervortretenden Launen-haftigkeit *).
Also kann das Haus, in dem übrigens nach Rochard-Pelmanauch nicht alles ist, wie es sein sollte, die sechs Jahre alten Kinder ge-trost der Schule anvertrauen, falls sie den von uns gestellten Anforde-rungen einigermafsen entspricht, und wenn das Schulhaus mit seineninnern Einrichtungen den Ansprüchen der Gesundheitslehre genügt.Leider wäre in letzterer Hinsicht mit Bezug auf manche Mädchenschul-gebäude, sogar in Mittelstädten, ein wenig anmutendes Lied zu singen.Doch zeigt sich auch hier ein Fortschritt zum Bessern, und an vielenOrten braucht schon jetzt auch die höhere Mädchenschule nicht mehrhinter andern Anstalten zurückzustehen.
’) Strümpell, Krankheiten des Nervensystems, S. 469.