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Das Chronikon des Konrad Pellikan zur vierten Säkularfeier der Universität Tübingen
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XXXV
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confessionellen Standpunkt, und zwar sowohl für seine Unbe-fangenheit als auch für seine Einseitigkeit, ist Folgendes auseinem Brief an Mykonius vom 12. November 1537 :Nuper cap-tato tempore diligenter legi locos communes Philippi Melanchtoniset cum nostris dogmatibus contuli et nihil offendi, quod nolimnon aliter scriptum, sic mihi placet et fratribus quoque nostris;praeter hoc unum quod de idolis in ecclesiis nihil dicit prorsus, quaecredo Dei esse abominationem et Satanae figmentum pernitiosissimumin ecclesia, quae illi doctores ferre possunt et defendere, unde perti-mesco daemonis machimamenta.

Dass er der Unionsarbeit Buzers eher abgeneigt als günstigwar, hat seinen Grund durchaus nicht in starrem Zwinglianismus.Wohl war er ein warmer Verehrer ZwingliV), und seine theologischenAnschauungen waren, wie er selbst im Epilogon zu dem von ihmherausgegebenen Jeremiaskommentare Zwinglis 1531 gesteht, und wieAlexander Schweizer (die Centraldogmen der reform. Kirche I, 139 ff.)an trefflich gewählten Beispielen nachweist, denjenigen des grossenschweizerischen Reformators völlig homogen, aber ich möchte sagen,gerade seine Homogeneität mit dem klaren, durch doktrinärenIdealismus unbeirrbaren Zwingli Hess ihn Uber Buzers Bestrebungendas richtige Urtheil fällen:Buceri studium nimis perplexitati aptum.Im Chronikon geht er über seinen Antheil an den vielfachenVerhandlungen der Schweizer unter sich und mit den Strassburgern,einige trockene Sätze abgerechnet, stillschweigend hinweg, sagt auchfast nichts von der abschätzigen und feindseligen Behandlung, dieihm von Seiten der Wittenberger zu Theil wurde. Mehr erfahren wiraus seinem Briefwechsel, verglichen mit seines Schülers, des LudwigLavaterhictoria de origine et progressu controversiae sacramentariaede coena Domini ab anno 1524 usque ad annum 1563 deducta.Buzer's anfängliche'Bemühungen begrtisste Pellikan in einemBriefe an denselben (6. Aug. 1529) mit den Worten: judicium tuum

') Sein poetischer hebräischer Nachruf an Zwingli ist den ep. Oec. etZwing], vorgedruckt.