Druckschrift 
Das Chronikon des Konrad Pellikan zur vierten Säkularfeier der Universität Tübingen
Entstehung
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Exemplar nachträglich selbst damit verzieren und auch alle Missgriffedes Herausgebers so anzeichnen.

Kritische Leser werden mir vor Allem da und dort Verstössegegen die vorhin genannten Grundsätze nachweisen können, aber siewerden auch so billig sein, dieselben mit der Erwägung zu ent-schuldigen, dass das Vorliegende als Gelegenheitsschrift zu bestimmtemTermin fertig gestellt werden musste. Diesem Umstande ist auch dieGrösse des Druckfehlerverzeichnisses sowie die Unvollständigkeitund Ungleichmässigkeit der Anmerkungen zuzuschreiben. Es ist mirnämlich erst durch die Veröffentlichung Geigers in den TheologischenJahrbüchen 1876, S. 202 ff.:Wie Konrad Pellikan hebräisch lernte(s. unten S. 14, Anm. 1) der Gedanke nahegelegt worden, die schonmehrfach von den Historikern der Reformationszeit gewünschteHerausgabe der Pellikanschen Selbstbiographie auf das TübingerJubiläum zu veranstalten. Wäre die Universität Tübingen nur einJahr jünger, so hätte ich das gedruckte und ungedruckte MaterialUber Pellikan und über die in seinem Chronikon vorkommendenPersonen und Ereignisse natürlich weit erschöpfender benutzen können.So musste ich mich damit begnügen, zu geben, was ich eben wäh-rend der kurzen Zeit in Erfahrung bringen konnte. Dass der auf-merksame Blick der Sachverständigen auch ausserhalb des Pellikan-schen Textes verhältnissmässig viel Interessantes finden wird, ist vor-züglich der selbstlosen Liebenswürdigkeit des genannten Herrn Prof.Vögelin zu verdanken, der nicht müde wurde, aus den reichen Fund-gruben Zürichs für meinen Zweck zu schöpfen. Unter dem mir vonihm zugewiesenen Material war mir besonders eine Sammlung von50 der wichtigsten Briefe von und an Pellikan sehr nützlich undbequem. Dieselbe stammt von Salomon Hess, dem Biographen desErasmus, welcher sie sammt einem ziemlich verwässerten Auszug ausPellikans Chronikon s. Z. herauszugeben beabsichtigte. Das Manuskriptbefindet sich im Besitz der Stadtbibliothek in Zürich und trägt die Sig-natur G. 337. Die wichtigeren Briefe, die es enthält, habe ich, eheich Stellen daraus abdruckte, in der so überaus schätzbaren Simler-sehen Sammlung nachgeschlagen. In Basel haben mich die Herren