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mit dem Messer des delphischen Messerschmieds aus-schnitzcn.
Das zweite Buch, das Maltravcrs achtzehn Mo-nate nach dein ersten Herausgabe war von ernstererund bedeutenderer Beschaffenheit — cs trug zur Be-festigung seines Rufes bei: und das ist Erfolg genugbei einem zweiten Werk, welches gewöhnlich der i>c»,8Äüinorum eines Autors ist. Wer nach einem Triumph,den das erste Werk erlangte, die Erwartungen desPublikums nicht mit dem zweiten täuscht, hat die ge-gründetste Aussicht, sich einen festen Platz in der Li-teratur zu gewinnen. Aber jetzt fingen die Leiden undGefahren der zweiten Geburt an. Durch sein Jung-fer üblich macht sich ein Autor selten Feinde. SeineMitschriftstcllcr sind noch nicht gefaßt darauf, ihn alseinen Nebenbuhler anzuschen; wenn er erträglich reichist, so hege» sie unbewußt die Hoffnung, er werdekein regelmäßiger oder wie sie cs nennen, kein Schrift-steller vom Fach und Handwerk werden; er that nurEtwas, Mil von sich sprecheil zu machen — er schreibtwohl nicht mehr — oder sein zweites Buch macht keinGlück. Aber wenn dieß zweite Blich herauskommt undGlück macht, dann fangen sic an aufzuschaucn; derNeid erwacht, die Bosheit rüstet sich. Und die ganzealte Schule — Herren, die sich auf ihre NuhmcS-Pcn-sioucn zurückgezogen, sehen ihn als einen aufdringlichenGast an — dann kommt das Hohnlächeln — dasGrollen — die kaustische Ironie — die beißende Kritik —das herabsetzende Lob. Der Novize fängt an zu