Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
Seite
85
Einzelbild herunterladen
 

85

matismcn auögesctzt war, zu dem Entschluß, einenkürzer» Wcg, querfeldein, cinzuschlagen. Ein paarniedere Verzäunungen waren auf diesem Feldweg, aberder Bankier war im Frühjahr hier gewesen und kanntejeden Zollbreit des Bodens. Der Gaul setzte gutund der Reiter hatte einen ziemlich festen Sitz undSchluß und ei» Gewinn von abgeschnittcncn zweiMeilen konnte gerade den drohenden Rheumatismusverhüten; so öffnete denn unser Freund ein großesThor und trabte über die Felder hin, ohne irgendeine Bedenklichkeit über die Klugheit seiner getroffenenWahl. Er kam an die Stelle, wo er zum erstenmalsei» Pferd setzen lassen mußte da war die Heckeund ihre Spitze ließ sich kaum deutlich unterscheiden inder Dämmerung. Auf der andern Seite, rechter Hand,war ein Heuschober und ganz nahe bei diesem Heu-schober schien die bequemste Stelle, das Hindcrniß zuüberwinden. Nun war aber, seit der Bankier daslctztcmal auf diesem Platze gewesen, auf der andernSeite des Zauns ein tiefer Graben, der zur Ableitungdes Wassers diente, gegraben worden, von dem Roßund Reiter nichts wußten, so daß der Satz weit ge-fährlicher war, als nach der angenommenen Schätzung.Unbekannt mit diesem weiteren Hindcrniß setzte sich derReiter in Galopp. Der Bankier schwebte hoch in denLüften, die Lenden zurückgcbcugt, die Zügel lose inder kunstmäßig erhobenen rechten Faust als dasPferd an einem vor dem Heuschober liegenden Gegen-stand scheute sich wcgbog, mitten in den Graben