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Siebzehntes und letztes Kapitel.
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Und Viola betete. Sie hörte nicht die aufgehendeThüre; sie sah nicht den dunkeln Schatten, der auf denBoden fiel. Seine Macht, seine Künste waren dahin;aber das Geheimniß und der Zauber, die ihr einfältigesHerz kannte, verließen sie nicht in den Stunden der Prü-fung nnd Verzweiflung. Wenn die Wissenschaft wie einFeuerwerk vom Himmel zurücksinkt, den sie erstürmenwollte, wenn das Genie wie eine Blume welkt tm Hauchedes eisigen Veinerhauses, so wandelt die Hoffnung einer -kindlichen Seele die Luft in Licht, und die Unschuld deszweifellosen Glaubens bedeckt das Grab mit Blumen.
In der fernsten Ecke der Zelle kniete sie; und dasKind, als wollte es nachahmen, was es nicht begriff,beugte seine zarten Glieder, und senkte sein lächelndesGesichtchen, und kniete auch mit ihr an ihrer Seite.
Er stand und schaute sie an, wie das Licht der Lamperuhig auf ihre Gestalten fiel. Es fiel auf diese Wolkenvon goldenen Haaren, aufgelöst, gescheitelt, zurückgestri-chen von der entzückten, himmlisch-reinen Stirne; die dun-keln Augen emporgerichtet, in welchen, durch die mensch-lichen Thräncn, ein Licht wie von Oben sich spiegelte;die Hände waren gefaltet — die Lippen geöffnet — dieGestalt ganz beseelt und heilig von dem wehmüthigen