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Frieden der Unschuld und der rührenden Demuth des Wei-bes. Und er hörte ihre Stimme, obwohl sie kaum überihre Lippen drang — die leise Stimme, mit der das Herzspricht — laut genug für Gott, sie zu hören!
„Und wenn ich ihn nimmermehr sehen soll, o Vater!kannst du nicht ordnen, daß die Liebe, die nicht stirbt, auchjenseits des Grabes noch über seinem irdischen Geschickwalte? Kannst du ihr nicht noch gestatten, als ein leben-diger Geist über ihm zu schweben — als ein Geist, schönerals all seine Wissenschaft zu beschwören vermag! Oh!welches Loos immer uns Beiden zugetheilt scy, gewähre— und wenn auch tausend Menschenaltcr zwischen unsrollen sollten — gewähre, wenn wir endlich gereinigt undwiedergeboren, und fähig sind der Entzückung einer sol-chen Wiedervereinigung, — gewähre, daß wir uns wiederfinden! Und für sein Kind — es kniet vor dir auf demBoden des Kerkers! Morgen — und Wessen Brust sollseine Wiege" seyn, Wessen Hand ihm Nahrung reichen!Wessen Mnnd soll beten für sein Wohlergehen hienieden,und für das Heil seiner Seele drüben?" Sie hielt inne.Schluchzen erstickte ihre Stimme.
„Du, Viola, du selbst. Er, den du verlassen hast,ist hier, die Muiter dem Kinde zu erhalten!"
'Sie fuhr auf— diese Töne, zitternd wie ihre eige-nen ! Sie sprang auf! — Er war da — in all der Herr-lichkeit seiner nicht alternden Jugend, seiner übermensch-lichen Schönheit! — da, im Hause des Entsetzens und inVulwer's Romane. 6. 9