Druckschrift 
6 (1842)
Entstehung
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40
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Siebentes Kapitel.

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RobeSpierre saß matt zurückgelehnt in seinem Fau-teuil, und sein leichenhaftes Gesicht war noch erschöpfterund gelber als gewöhnlich. Er, dem Katharine Theot un-sterbliches Leben zusicherte, sah in Wahrheit aus wie einMann an der Pforte des Todes. Auf dem Tisch vor ihmstand eine Schüssel mit Orangen, mit deren Saft alleiner, wie man erzählt, die scharfe Galle Niederschlagen konnte,welche seinen Körper vergiftend dnrchströmte. Und einealte Frau, reich gekleidet, (sie war unter dem alten Re-gime eine Marquisin gewesen,) war beschäftigt, dem kran-ken Drachen die hesperischen Früchte zu schälen, mit zarten,juwelenbedeckten Fingern. Ich habe schon oben gesagt, daßRobeSpierre der Abgott der Frauen gewesen. Seltsam,gewiß! aber freilich waren es Französinnen! Die Mar-quisin, die ihn, wie Katharine Theot, Sohn nannte,schien ihn in der That zärtlich und uneigennützig wie eineMutter zu lieben; und wie sie ihm die Orangen schälte,und ihn mit den liebkosendsten, freundlichsten Ausdrückenüberhäufte, schwebte das gelbliche Gespenst eines Lächelnsum seinen magern Mund. In einiger Entfernung saßenPayan und Couthon an einem andern Tisch, schriebeneifrig, und hielten von Zeit zu Zeit in ihrer Arbeit inne,um sich in kurzem Geflüster mit einander zu berathen.