Druckschrift 
6 (1842)
Entstehung
Seite
119
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zweifelnden Sünders ist diese leere Düsterheit der Apa-thie diese Betrachtung des Wurms und der Ratten desBeinhauseS diese grimmige, entsetzliche Vernichtungdie, für sein Auge, wie ein Leichentuch über das Univer-sum des Lebens fällt. Immer in den Raum hinausstie-rend, an seiner blutlosen Lippe nagend, schaut er in dieFinsterniß, überzeugt, daß die Finsterniß walten werdeimmer und immer.

Platz da, Platz! Noch Raum in Euer» vollgestopf-ten Zellen. Noch Einer ist in das Schlachthaus gekommen.

Wie der Schließer, die Lampe in der Hand, denAnkömmling hereinsührte, berührte ihn dieser und flüsterteihm zu. Er zog einen Diamanten vom Finger. Dinntro!wie der. Diamant blitzte am Strahl der Lampe! Schätztjeden von Euren achtzig Köpfen zu tausend Francs, unddas Juwel ist mehr Werth als alle! Der Schließer bedachtesich, und der Diamant stach ihm in die geblendeten Augen.O du Cerberus! du hast sonst Alles was menschlich scheint,überwunden bei deinem schnöden Amte! Du kennst keinErbarmen, keine Liebe, keine Reue. Aber die Habgier über-lebt Alles, und die Hauptschlange des faulen Herzens ver-schlingt die übrigen. Ha, ha! schlauer Ankömmling, duhast gesiegt! Sie betreten den düsteren Gang; sie kommenan der Thüre an, wo der Schließer sein tödtlicheS Zeichengemacht hat, das er jetzt wieder auslöschen muß, denn dieGefangene drinnen hat einen Tag Aufschub erhalten. DerSchlüssel knarrt im Schloß die Thüre. gähnt derFremde nimmt die Lampe und tritt hinein.