der Natur kommt, hättest Du nie erfahren, wie der NameMutter das Antlitz der Schönheit weiht und heiligt,und nie, über Deinen Erstgebornen Dich beugend, dieunvergängliche Süßigkeit der Naturliebe empfunden! Siewurden gerettet — wofür? die Mutter, damit ein gewalt-samer , schmählicher, blutiger Tod fl« hinraffe — daß desScharfrichters Hand das glänzende Haar zurückschiebe, dasDeine Bräutigamsküsse anlockte und gefangen nahm —das Kind, der erste und letzte Sprüßling von Dir, mitwelchem Du hofftest, ein Geschlecht zu gründen, das mitDir die Musik der himmlischen Harfen vernehmen und ander Seite Deines vertrauten Geistes, Adon-Ai, durchdie azurnen Ströme der Freude dahinschweben sollte —das Kind, um einige wenige Tage zu leben wie einSchwamm in einem Grabgewölbe, ein Ding deS ekelhaf-ten Kerkers, sterbend durch Grausamkeit, Vernachlässigungund Hunger. Ha, ha! Du, der Du dem Tode trotzenmöchtest, erfahre, wie die vom Tode Befreiten sterben,wenn fie Sterbliche zu lieben wagen. Jetzt Chaldäer,schau meine Gaben! Jetzt ergreife ich Dich und hülle Dichln die Pest meiner Gegenwart; jetzt sollen immerdar, bisDeine lange Bahn zu Ende, meine Augen in Dein Hirnbrennen, und meine Arme sollen Dich umklammern, wennDu die Flügel des Morgens nehmen, und fliehen woll-test vor der Umarmung der Nacht!"
„Ich sage Dir, nein! Und wieder zwinge ich Dich,sprich und antworte dem Herrn, der seinen Sklaven ge-bieten kann. Ich weiß, obgleich meine Erkenntniß mich
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