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„Freilich Wohl," sagte Nicot sich entschuldigend, „wirsind Alle der Täuschung auSgesetzt. Ich Härte auf sie zuehren, als Du Dich gegen sie erklärtest; denn ich will ehermeinen Sinnen mißtrauen, als Deiner Gerechtigkeit."
„Ja, auf Gerechtigkeit mache ich Anspruch; das istdie Tugend, nach der ich strebe," sagte RobeSpierre sanft;und mit der ihm eigenen Katzennatur machte er sich selbstin dieser kritischen Stunde großer Anschläge, drohenderGefahren, ernstlich vorbereiteter Rache, das Vergnügenmit einem einzelnen Opfer zu spielen. * „lind meine Ge-"rechtigkeit soll nicht länger blind seyn gegen Deine Dien-ste, guter Nicot. Du kennst diesen Glyndon?"
' „Ja, recht gut —ganz genau. Er war mein Freund,aber ich würde meinen Bruder aufopfern, wenn er Einervon den Nachsichtigen wäre. Ich schäme mich nicht zugestehen, daß ich von diesem Mann Dienstleistungen ge-nossen habe."
„Aha! und Du bekennst ehrlich die Lehre, daß, woein Mann mein Leben bedroht, alle persönlichen Diensteund Wohlthaten vergessen werden müssen?"
„Alle!"
„Guter Bürger! Freundlich gesinnter Nicot! Seyso gut und schreibe mir die Adresse dieses Glyndon auf."
Nicot beugte sich über den Tisch; aber plötzlich,-als* Die adschculichstc Anekdote von dieser eigenthümlichen Heu-chelei RobeSpicrrc's isi, daß er, so wird berichtet, seinem altenSchulfreunde, Camille DcSmonlins, zärtlich die Hand drücktean dem Tage, wo er den Verhaftbefehl gegen ihn Unter-zeichnete.