sehe es jetzt — dort — dort — mit seinen gelblichen Au-gen!" (und die Tropfen rannen ihm von der Stirne.)„Aber es soll mich nicht länger von solcher Entschlossen-heit weg ängstigen. Ich trete ihm entgegen, und es finkallmälig in den Schatten zurück. Er schwieg; und seineAugen verweilten mit einem furchtbaren Triumph auf dersonnbeschicnenen Stelle; dann mit schwerem, tiesaufge-zogenemAihem begann er wieder: „Viola, ich habeMii-tel und Wege zur Flucht gefunden. Wir wollen diese Stadtverlassen. In einem andern Lande wollen wir versuchen,einander zu trösten und die Vergangenheit zu vergessen!"
„Nein," sagte Viola ruhig, „ich habe keine Lustmehr meinen Aufenthalt zu ändern, bis ich von hier wegan den letzten Ruheplatz getragen werde. Ich habe letzteNacht von ihm geträumt, Clarence! — geträumt vonihm zum ersten Mal, seit wir getrennt find; und, spottetmeiner nicht, es däuchte mich, daß er der Entflohenen ver-zieh , daß er mich seine Gattin nannte! Der Traum hei-ligt dieß Zimmer. Vielleicht besucht er mich wieder,"eheich sterbe!"
„Sprich nicht von ihm — von dem Halbteufel!" riefGlyndon heftig, und stampfte mit dem Fuße^ „Dankedem Himmel für das Schicksal, welches es auch sey, dasDich von ihm befreit!" >
„Still!" sagte Viola ernst; und wie ste fortfahre»wollte, fiel ihr Auge auf das Kind. Es stand mitten i»der gesenkten Lichtsäule, welche die Sonne in das Gemachströmte; und die Strahlen schienen es wie ein Heiligen-