so
Aber hat in dieser Einsamkeit die Gegenwart dessen,der hier ihre Wunder beschworen hatte, nicht ihren eige-nen Zauber zurückgelaffen? Es schien so; denn wie Violain diesem Zimmer stand, fühlte sic, daß ein geheimniß-voller Wechsel in ihrem Innern vorging. Ihr Blut strömterasch, und mit einem Gefühl von Wonne für sie, durchihre Adern — es war ihr, als fielen ihr Ketten von denGliedern, als rollte Wolke um Wolke vor ihren Blickenweg. All die verworrenen Gedanken,.wefche in ihrer hal-ben Betäubung sie bewegt, kamen zur Ruhe und koncen-trirtcn sich in der Einen lebhaften Sehnsucht, den Ab- >wesenden zu sehen, bei ihm zu sehn. Die Monaden, bwelche den Raum und den Aeiher erfüllen, schienen miteiner geistigen Anziehungskraft begabt, — schienen einMedium zu werden, durch das ihr Geist von seiner Staub-hülle sich los machen, und mit dem Geist verkehren zukönnen schien, zu welchem ein unaussprechliches Verlan-gen ihn Hintrieb. Eine Schwäche kam über sie; sie schwanktenach dem Sitz , wo die Gefäße und Kräuter lagen, undwie sie sich niederbeugte, sah sie in einem der Gefäße einekleine Krhstallflasche. Durch einen unwillkührlichen, in-stinktartigen Trieb genöthigt, faßte ihre Hand das Fläsch-chen; sie öffnete es, und die flüchtige Essenz, die es ent-hielt, leuchtete auf, und verbreitete in dem ganzen Zim-mer einen durchdringenden köstlichen Wohlgeruch. Sieathmete den Wohlgeruch ein, sie wusch sich die Schläfemit der Flüssigkeit, und Plötzlich schien ihr Leben aus der