das Entsetzliche eines Gemaches, wo das Grausen, dasüber den Tod geht, waltet und haust!"
Jetzt erzählte Glhndon mit kalter und klarer Genauig-keit, ebenso wie er bei Adel« gethan hatte, die Einwei-hung, die er durchgemacht. Er beschrieb mit Worten, welchedas Blut seiner Zuhörerin erstarren machten, die Erschei-nung des gestaltlosen Phantoms, mit den Augen, welchedas Gehirn derer, die es schauten, versengte und ihnendas Mark in den Knochen gefrieren machte. Einmal gese-hen ließ es sich nicht mehr bannen. Es kam, wenn es ihmbeliebte, gab schwarze Gedanken ein — flüsterte'seltsameVersuchungen. Nur auf dem Schauplatz ungestümer Auf-regung fand es sich nicht ein! Einsamkeit — Heiterkeit —die kämpfende Sehnsucht nach Frieden und Tugend — daswaren die Elemente, wo es sich gern einstellte! Betäubt,wie angedonnert vor Entsetzen, eine Bestätigung der selt-samen Erzählung findend in den unklaren Eindrücken undAhnungen, daß Zanoni'S Leben und Wesen nicht dem an-derer Sterblichen gleich sey, die sie in der Innigkeit undim Vertrauen ihrer Neigung nie recht genau geprüft,sondern mehr, so wie sie sich in ihr regten, verscheuchthatte, wegen welcher ihre Liebe sich selbst bisher getadelthatte, als wegen-eines unbilligen, kränkenden Verdachts,und die so beschwichtigt, vielleicht nur dazu beigetragenhatten, die Zauberketten, worin er ihr Herz und ihreSinne gefangen hielt, noch fester zu schmieden, die aberjetzt, da Glhndons grauenvolle Erzählung sie auch mit un-heimlichem Entsetzen .ansteckte, schon halb denZauber lös-