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sprechen, vonZanoni! wie froh ihm ihr Kind zeigen! Derarme Clarence! Sie hatte ihn bis jetzt vergessen, wiedas ganze Fieber ihres früheren Lebens — seine Träume,seine Eitelkeiten, seine armselige Aufregung , die Lampendes prächtigen Theaters, den Beifallsruf der lärmendenMenge.
Er trat ein. Sie erschrack bei seinem Anblick, so ver-ändert war seine trübsinnige Stirne, seine entschlossenen,gramverzehrten Züge, verglichen mit der gefälligen Bil-dung und dem sorgenlosen Antlitz des liebenden Künstlers.Seine Kleidung, obwohl nicht gering, war grob, ver-nachlässigt, unordentlich. Ein trotziges, verzweiflungSvol-lcs, halb wildes Wesen hatte jene ansprechend offene Mieneverdrängt — mißtrauisch in ihrer Anmuth, und ernst inihrem Mißtrauen — welche einst den jungen Anbeter derKunst, den nach himmlischer Weisheit trachtenden Träu-mer ausgezeichnet halte.
„Seyd Ihr es?" sagte sie endlich. „Aber Clarence,wie verändert!"
„Verändert!" sagte er hastig, indem-er sich nebensie setzte. „Und Wem danke ich dieß als den bösen Fein-den — den Zauberern — welche sich Deines DaseynS be-mächtigt haben wie des meinigen? Viola, höre mich.Vor wenigen Wochen erreichte mich die Kunde, daß Ihrin Venedig seyd. Unter andern Vorwänden und unter un-zähligen Gefahren bin ich hieher gekommen, Freiheit,vielleicht Leben aufs Spiel setzend, falls mein Name undmein Thun und Treiben in Venedig bekannt würde, um
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