Druckschrift 
7 (1841)
Entstehung
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ten; und am Fenster saß Fanny, ihren Knaben neben sich.Sie war an der härteste» Arbeit der Mutter dem erstenUnterricht des erstgebornen Kindes; und wenn der Knabein ihr holdes, ernstes Angesicht schaute, mit einem intel-ligenten Lächeln in dem seinigen, so sah man auf EinenBlick, wie gut die Lehrerin und der Schüler sich verstanden.Ja, was der Jungfrau gefehlt haben mochte zur vollenEntwicklung des Geistes, das hatten die Sorgen der Mut-ter ergänzt. Als sie ein Wesen geboren, das sich an sieanlehuen, dessen Leben von ihrer Vorsehung abhängensollte da war Stunde um Stunde, Schritt für Schrittbeim Vorschreiten der Bestimmung des Kindes, die Ver-nunft der Mutter mit dem Wachsthum des Kindes Herau-gewachsen, sich nach jedem Bedürfniß richtend, für dassie sorgen mußte, und ihre Vollkommenheit und Vollen-dung schöpfend aus dem Lebenshauch der neuen Liebe!

Das Kind sah Philipp eintreten, und rannte auf ihnzu, ihn zu umarmen.

Sieh!" flüsterte Fanny, die sich auch an ihn ge-schmiegt, und seltsame Erinnerungen an ihre eigne räth-selhafte Kindheit stürmten auf sie ein,steh!" flüsterte siemit einem Erröthen, halb beschämt, halb stolz:das armeblöde Mädchen ist die Lehrerin Deines Kindes!"

Und," versetzte Philipp,für Kinder oder Mutter,welcher Lehrmeister geht der Liebe vor?"

Damit nahm er das Kind in seine Arme; und wieer sich über diese Nosenwangen beugte, sah Fanny an der