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die Welt zusammengerollt wird wie ein Pergament. Ver-stehst Du mich? — Horst Du mich? — oder habe ich ge-träumt, daß — daß —"
Er hielt inne — Bestürzung erfaßte ihn bei ihremSchweigen. Hatteer sich geirrt in seinem göttlichen Glau-ben? — seine Furcht dauerte nur einen Augenblick; dennFanny, die zurückgetreten war, als er redete, trat jetzt, dieHände an die Schläfe drückend, ihn anstarrend, athemlos,mit offenem Munde, als ob wirklich ihr bescheidnes Ge-müth nur mit großer Anstrengung und Kampf die Mög-lichkeit des auf sie einstürmenden Glückes begriffe, schüch-tern, ihr Antlitz mit Purpur übergoffen, auf ihn zu; undihm ins Auge sehend, als wollte sie in seiner innerstenSeele lesen, sagte sie in einem Tone, dessen Innigkeit zeigte,daß ihr ganzes Schicksal an seiner Antwort hing:
„Aber ist dies nicht Mitleid? Man hat Euch gesagt,daß ich — kurz, Zhr seyd großmüthig — Ihr — Ihr —Oh! täuscht mich nicht! Liebt Ihr sie noch? — KönntIhr — liebt Ihr die niedrige, närrische Fanny?"
„So wahr Gott mich richten wird, Holde, ich binaufrichtig ! Ich habe eine Leidenschaft überlebt, die nie sosüß, so zärtlich, so völlig war wie die, die ich jetzt für Dichfühle! Und oh! Fanny, höre dies wahre Geständniß! Duwärest es — Du, zu der mein Herz sich wandte, eh' ich Ca-milla sah! — Gegen diese Neigung kämpfte ich in derBlindheit eines hochmüthigen Jrrthums."
Fanny stieß einen leisen, unterdrückten Schrei der