Kinder. Und durch Alle rollte dahin die bequeme Kutscheeines alten Kaufmanns oder einer verwelkten Jungfer,die Nichts von irgend einem andern Leben wußten, alsdas durch ihre trägen und verknöcherten Adern kroch. Undvor dem Hause, wo Catharine gestorben, schlenderten vielemüßige Leute herum, das Klatschpublikum des Fleckens,Abonnenten des anstoßenden Lesekabinets, sich verwundernd,und Vermnthnngen und schlaue Gedanken vorbringendüber das lustige Läuten der Hochzeitglocken, das von derKirche hinten erschallte.
Endlich sah man auf der breiten Straße von derHauptstadt her rasch drei Wagen daherfahren, in ihrerganzen Erscheinung sehr verschieden von den in der Vor-stadt üblichen. Sie näherten sich; rasch bogen sie um dieEcke nach der Kirche; die Huse der stattlichen Rosse er-tönten lustig auf dem Pflaster, die weißen Bänder derDiener glänzten in der Sonne. Glücklich die Braut, aufwelche die Sonne scheint! Und als die Wagen so ver-schwunden waren, flößen die zerstreuten Gruppen in EinenHaufen zusammen und Alle eilten nach der Kirche. Siestanden müßig außen ans demBegräbnißplatz; Viele vonihnen um das Gitter, welches CatharineuS.einsames Grabvor ihren Fußtritten schützte. Alles in der Natur war froh,erheiternd, und doch mild; eine freundliche Frische wehtedurch die lane Lnft; nicht ein Wölkchen war am lächelndenAzur zu sehen; selbst die alten dunkeln Eibenbäume schie-nen glücklich in ihrem ewigen Grün. Die Glocke hörteauf, und jetzt wurde auch die Menge still; kein Laut ward