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auch seyn mochte, sie zu bekämpfen? Oft zitterte das Ver-langen, dies billige und ehrenhafte Bekenntniß abzulegen-auf ihrer Lippe, und ebenso oft ward es durch irgend einenzufälligen Umstand, oder durch mädchenhafte Furcht zurück-gedrängt. Trotz ihres Verhältnisses bestand zwischen ihnennoch nicht jenes köstliche Vertrauen, welches die Verlobungzweier Herzen und Seelen begleiten sollte. Die Trauer imHause — der Zwang, den ein noch so frischer und so tiefbeklagter Todesfall selbst der Sprache der Liebe auferlegte,erklärte großentheils diese Zurückhaltung. Und zudem ver-gönnte ihnen der vorsichtige Robert Beaufort sehr seltenund nur kurz die Gelegenheit allein zu seyn.
Mittlerweile hatte Philipp, nunmehr überzeugt, daßdie Beauforts Nichts von seines Bruders Schicksal wüßten,Mr. Barlows Thätigkeit in Anspruch genommen, Sidneyauszukundschaften; und sein ängstliches Verlangen, denihm so Theuern, so geheimnißvoll Verlornen zu entdecken,war das einzige peinliche Gefühl, von welchem die glän-zende Zukunft möglicherweise getrübt werden konnte. Wäh-rend diese, bisher fruchtlosen Nachforschungen angestelltwurden, geschah es, daß als London sich wieder zu füllen,das Geklatsche wieder aufzuleben begann, ein Gerücht inUmlauf kam, Niemand wußte wie (vermuthlich durch dieDienerschaft), daß Monsieur de Vaudemont, ein ausge-zeichneter französischer Offizier, bald die Tochter und ein-zige Erbin von Robert Beaufort, Esq., M. I> ., au denTraualtar führen werde; und dies Gerücht fand bald seinenWeg in die Londoner Blätter; aus diesen ging es in die