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Eine vieljährige Vertraulichkeit zwischen dem Herrn nnddem Diener — die eigenthümliche GemüthSart Lord Lil-bnrne'S, welche jede Freundschaft mit Seinesgleichen auS-schloß, — hatten zwischen den Beiden jene Art von engemVerhältniß begründet, wie es sich so häufig fand bei demEdelmann und dem Kammerdiener des alten französischeni-ögsimo; und in der Thal glich Lilburne in Vielem mehrden Männern jener Zeit und jenes Landes, als dem edle-ren und stattlicheren Wesen, das unsrem Lande eignet.Aber bis ans Ende der Zeiten wird, was lasterhaft, fein-gebildet und geistreich zugleich ist, eine gemeinsame Aehn-lichkeit haben.
„Aber, mein Lord," sagte Dykeman, „bedenkt dochnur! dies Mädchen ist im Ort so gut bekannt; gewißwird sie vermißt werden; und wenn irgend Gewalt gegensie angewendet wird, so ist es ein Kapitalverbrechen, meinLord — ein Kapitalverbrechen! Ich weiß, man kann einenvornehmen Lord wie Ihr seyd, nicht hängen; aber alledabei Betheiligtcn können —"
Lord Lilburne unterbrach den Redenden mit den Wor-ten : „Gebt mir Wein und haltet das Manl!" Dann,nachdem er sein Glas geleert hatte, rückte er näher an dasFeuer, wärmte sich die Hände, sann einen Augenblick nach,nnd wandte sich gegen seinen Vertrauten:
„Dykeman," sagte er, „obgleich Ihr ein Esel undeine Memme seyd, nnd nicht verdient, daß ich so herablas-send gegen Euch bin, will ich doch Eure Besorgnisse aufeinmal heben. 2ch kenne das Gesetz besser als Zhr, denn