schwüre es!" sagte Harrtet mit Ernst. „Ich sehe, Ihrkennt meinen Lord nicht. Aber da ist das Esten, — kommtund genießt Etwas, und ein Glas Wein dazu. Geht jetzt,Oheim, wir brauchen Euch nicht."
Fanny konnte Nichts anrühren, als ein Glas Wasser,und dies erstickte ste beinahe. Endlich aber, als sie ihrerSinne wieder mächtig wurde, beruhigten sie die Abwe-senheit ihres Peinigers — die Anwesenheit einer Frau— die feierlichen Versicherungen Harriets, ste werde,wenn ste nach ein paar Tagen nicht bleiben wolle, wiederheimgehen dürfen, bis auf einen gewissen Grad. Steachtete nicht auf die listigen und langen Lobpreisungen,womit sofort die Versucherin die Tugenden, die Liebe, dieGroßmuth, und besonders das Geld Mylords herausstrich.Sie wiederholte sich nur immer selbst: „In ein paarTagen darf ich wieder fort!" Endlich schlug Harriet, nach-dem sie gegessen und getrunken hatte, so Viel ste alleinvermochte, nachgerade der so wenig fruchtenden Bemü-hungen müde, Fanny vor, sich zur Ruhe zu begeben.Sie öffnete eine Thüre rechts vom Kamin, und leuchteteihr eine Wendeltreppe hinauf in ein hübsches und behag-liches Gemach, wo sie sich erbot, ihr beim Ausklciden zuhelfen. Fannys völlige Unschuld, und ihre gänzliche Un-wissenheit, hinsichtlich der eigentlichen Beschaffenheit derste bedrohenden Gefahr, die sie sich jedoch sehr groß undschrecklich dachte, ließ ste nicht ganz Alles verstehen, wasHarriet mit ihren feierlichen Betheuruugen: ste werdenicht gestört und beunruhigt werden, meinte. Aber so