Druckschrift 
3 (1840)
Entstehung
Seite
60
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nämlich Ein Verlangen und Ein Hoffen, WaS aberkönnen wir gegen das Verlangen zu nützen, »nd gegendie Hoffnung unsterblich zu seyn, Wohl cinznwendcn finden?"

Solche Sprache hatte Constanze vordem nicht oftvernommen, auch kam sie nicht häufig von den Lippendessen, der sie jetzt redete. Allein Thcilnahme an demSchicksale und der Glückseligkeit derjenigen, in der er soviel Bewnndernswcrthes wahrnahm, hatte Mandcvilie zudem lebhaften Wunsche angeregt, sie mögte irgend einemGrundsätze anhängcn, den er ebenfalls achten könnte, Inseinem Tone und Wesen aber war eine Inbrunst, eine Auf-richtigkeit, wovon Constanzens Herz durchdrungen ward.Sie drückte schweigend seine Hand, Später gedachte sieseiner Worte oft; allein das Wcltlcbcn ist nicht lcicbt fürirgend bleibende Eindrücke außer denen der Eitelkeit undder Liebe empfänglich, Tie Religion hat zwei V.ncllcn,vieljährige Gewohnheit, oder den Proceß späteren Den-kens, Constanzens Geschicke aber war der crsterc Vor-theil nicht zngefallcn; und wie kann tiefes Nachdenkenüber jene Wett Lieblingsbeschäftigung eines planmachendcnWeibes sehn, wie Lady Erpinghain war?

Mandevillc erscheint nur dies Einemal i» diesemWerke — ein Typus der Seltenheit alles Einmischensreligiöser Weisheit in die Scencn des wirklichen Lebens!

„Vielleicht," sagte Saville, als er sich beurlaubteund Constanzen an der Thür begegnete — „vielleichttreffen Sie irgendwo in Italien ans meinen alten jungenFreund Pereh Gvdolphin, Es hat ihm nicht gefalle»