Phantasten Wissenschaft anhing, versuchte er doch nicht,dessen Behauptungen zu bestreiten. Während seines Wci-terwanderns durch das Leben hatte er sich nicht sonderlichangeregt gefühlt, seine gewohnte Indolenz gegen alltäg-liche Ereignisse von sich abzustreifen; und es war keineleichte Sache, ihn bei seinem friedliebenden Temperamenteund seiner gewohnten Nachgiebigkeit zu einem Gcsprächs-zwist aufzurcizc». Zudem Wer vernünftelt gern mit demFanatismus?
Seitdem der junge Idealist England verlassen hatte,waren die Elemente seines Charakters der gewöhnlichenAnordnung der Zeit unterthan worden, nnd hatten in ihrerAllgemeinheit ihre übliche Umwandlung erleiden müssen.Die warmen Quellen der Jugend stoßen ihm nicht mehrso ergiebig als sonst; die Selbstsucht, von der jederzeit,früher oder später. vereinsamte Weltmcnschen beschlichenwerden, hatte sich allgemach in alle Kanäle seines Herzensgefunden. Sein Hang zum Nachdenken und Grübeln hattevon dem Romantischen sich zu dem gewendet, was er fürPhilosophie hielt, und was einst Enthusiasmus war, hattesich zu Weisheit verstockt. Er haßte die Menschen nichtmehr nnd liebte sie nicht mehr in sanguinischer Philan-thropie; er betrachtete sie mit kalten nnd unterscheidendenAugen. Er trauete cs der Macht der Regierungen nichtzu, die Masse in irgend einem Lande glücklicher oder ge-bildeter zu machen, als sie es ist. Von Republiken, Pflegteer zu sagen, würden aristokratische Tugenden beför-dert, die unter einer despotischen Regierung ersticken müß-