Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
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in Bewegung zu setzen, und Trompete und Ziinpelklungen alsbalb ins Ohr der Moslems.

Boabdil sprengte in vollem Rennlanf dahin, bisdas keuchende Roß bei dem kleinen Dorf anhiclt, wo,voransgcsandt, seine Mutter, seine Sklavinnen undseine getreue Amine ihn erwarteten. Sich ihnen an-schließend, setzte er seine düstere Dahn ohne Verzug fort.

Man gelangte auf die Anhöhe, die den Paß zuden Alpurarras bildet. Auf diesem Gipfel straltcn dasThal, die Flüsse, die Minarcts, die Thürmc Granadasnoch einmal in voller Glorie ins Gesicht des kleinenZuges. Mechanisch, unvorbereitet machte man Halt;jedes Antlitz war nach der geliebten Stätte gerichtet.Die stolze Schani besiegter Krieger, die zarte Er-innerung an das Haus die Kindheit das Vater-land hoben jede Brust und strömte» aus jedem Auge.Plötzlich drang der ferne Donner des Geschützes vonder Citadclle und rollte das sonnige Thal, den kry-stallencn Fluß entlang. Ein allgemeiner Mchlaut brachaus den Verbannten; er zerschnitt er überwältigtedas Herz des unglücklichen Königs, der sein Selbstvergebens in orientalischen Stolz oder stoische Philo-sophie ciuzuhiillcn suchte. Die Thräncn stürzten ihmaus den Augen und er bcdeckrc daS Gesicht mit denHänden.

Da wendete seine strenge Mutter, ihn mit harten,verächtlichen Augen messend, jenen ungerechten, beru-fenen Vorwurf an ihn, den die Geschichte aufbchaltcn