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Fünftes Kapitel.
Das Vpf'er.
Langsam sank die Sonne durch jene dem iberischenHimmel cigcnthümlichcn Massen von Purpurgcwölkehinab, als die aus dem Wald hcrvorkommcndcn Wan-derer eine liebliche kleine Ebene vor sich erblickte», diewie ein Garten bebaut war. Reihen von Orangcn-»nd Citroncnbäumc» hatten zum Hintergrund daü dnn-kclgrünc Laub der Ziehen, und dieses fand wiederumeinen Saum in einem Gürtel von Wallnußbänmcn,Eichen und dem tiefen Dunkel der Pinien, währendder ferne, dämmernde Umriß der Gebirgskette, dersich von der weichen Färbung dcö Himmels kaum un-terscheiden ließ, dem Gcsichtkreis schloß. Durch dasreizende Gelände zog ein schmaler, flimmernder Bach,und sammelte seine Wasser in einem runden Becken,über welches Rose und Orange ihre verschiedenartigenBlüten herein beugten. Auf einer kleinen Anhöheerhoben sich die Thürmc eines Klosters, dessen langeBogenfenster, obwol cs noch volles Tageslicht, vonInnen beleuchtet waren, und als die Reiter ihre Au-gen auf daü Gebäude warfen, wogte der Klang hei-liger Gesänge — in seiner Lieblichkeit und Feierlich-keit noch gehoben durch seine Ferne, durch die Stilledes Momentes, durch die plötzlich hcrvorgctrctcnc An-muth der einsamen Gegend, die so gut zu der frommen