105
„Weiber, nicht Männer I" rief er; „Ihr vergießtThronen, als hättet Ihr kein Bint mehr zu vergießen!Zhr versöhnt Euch mit dem Verlust der Freiheit, weil»mn Euch sagt, Ihr werdet nichts Anderes verlieren!Thoren und Betrogene! Von dem Ort ans, auf wel-chem meine Seele über Euch wcgschaut, sehe ich diedunkle, schauerliche Zukunft, der Ihr auf Euer» Kniccnentgegen kriechet: Knechtschaft nnd . Beraubung —Gcwaltthat roher llust — Verfolgung des feindlichenGlaubens — Euer Gold Euch durch die Folter abgc-prcßt -- Euer Name vom Boden ausgcrottct! Tragtdies und denkt an mich! Lebe wohl, Boabdil; Dichbemitleide ich nicht; denn in Deinen Garte» wächstnoch ein Gift, in Deinen Rüstkammern ist noch einSchwert. Lebt wohl, Edle und SantonS von Gra-nada I Ich verlasse mein Vaterland, so lange cs nochfrei ist."
Kaum hatte er geendet, als er aus dem Saaleverschwand. Es war, als ob Granadas Schutzgcistden Ort verließe.
Viertes Kapitel.
Die Lcycbenheit des einsamen Reiters.
Es war ein brennender, schwüler Mittag, alsdurch ein von rauhen, steilen Hügeln begrenztes, meh-rere Meilen von Granada gelegenes Thal ein ReiterBnlwer's Romane. I XXVl. 8