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Grunde weit sanfter geworden, und daß er, der sel-ten zu andern Mitteln, als der Strafe und Drohung,seine Zuflucht nahm, über sic oft Acußcrungcn halbdes Mitleids, halb dcö Lobes that.
Also getröstet und gestärkt am Tage — also ge-schreckt und gcängstigt bei Nacht, aber nimmer ihrenEntschluß bereuend, sah Leila die Zeit zu jener crcig-nißvollc» Stunde hinglcitcn, wo ihre Lippen das un-verbrüchliche Gelübde aussxrcchcn sollten, das dieGrabschrift des Lebens ist.
Während in jenem abgelegene», stillen Kloster dieGeschichte eines einzelnen Menschen ans diese Art vor-schrcitct, werden wir wieder entboten, die letzten Tageeines fallende» Königshauses vor uns vorüber gehenzu lassen.
Drittes Kapitel.
Pause zwilchen Niederlage und Nebergabc.
Der unglückliche Boabdil versenkte sich noch ein-mal in die Verborgenheit der Alhambra. Wie großseine Qual, seine Trostlosigkeit sein mochten: Niemanddurfte seine Gefühle thcilen, oder auch nur Zeugederselben werden. Ausdrücklich versagte er den Zu-tritt in seine Einsamkeit, welchen seine Mutter ver-langte, um welchen die getreue Amine flehte, welchenMusa voll Sorgen zu erringen suchte: gerade die ge-