Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
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Siebentes Kapitel.

Ach tut).

Der Tag dämmerte über Granada; das Vollhatte sich in seine Wohnungen zurückgezogen und tiefeStille lag auf den Straßen, außer wo man etwa,als Folge des im Tumult eingelegten Feuers, noch dasKrachen von Dächern oder das Knattern des leichten,duftigen Gebälkes an den Sommerhäusern hörte. DieBauart Granadas, vermöge welcher jedes Haus vondein andern durch geräumige Gärten getrennt war,verhinderte glücklicherweise eine weitere Verbreitungdes Brandes. Die Bewohner kümmerten sich übrigensso wenig um ein möglicherweise noch entstehendes Un-glück, daß kein einziger Wächter ausgestellt war, umzn beobachten, welches Ende die Flammen nehmenwürden. Dann und wann sah man einige kläglicheGestalten in jüdischer Tracht über den Trümmern ihrerWohnstätten kauern, jenen Seelen gleich, die, nachPlato, ihre eigenen vermodernden Leiber bewachen.Der Tag brach an und die Strecken der Wintcrsonnc,die Wolken der Nacht hinweglächclnd, spielten heiterüber den murmelnden Wellen des Teno und Darro.

Allein, auf einem Balkon, der die reizende Land-schaft beherrschte, stand der lchtc der Mohrenkönigc.Er hatte alle Lehren der von ihm verehrten Philo-sophie zu seiner Hülfe aufzubietcn gesucht.

WaS sind wir," dachte der sinnende Fürst,daß